Die guten Wünsche gehen hin und her und man kann ja eigentlich gar nicht genug davon haben.
Nun ist es eben da, das viel-besprochene Jahr 2012 und wir müssen es wieder nehmen wie es kommt.
Manche ziehen die Weissagungen des Nostradamus zu Rate, manche einen Astrologen oder Hellseher. Oder einfach den eigenen Terminkalender, an dessen Eintragungen ja schon jetzt abgelesen werden kann, welche Aufgaben, Herausforderungen, Freuden auf uns zukommen. Die “schwarzen Lose”, liegen nach Schillers Worten noch”im Zeitenschoße”. Vermutlich ist das gut für uns, denn es würde unsere Kraft überfordern, wenn wir alles schon im Voraus wüssten und eventuell trotz des Wissens die Dinge nicht ändern oder umkehren könnten. Eine Portion Gottvertrauen und Urvertrauen findet man bei den deutschen Klassikern. Wenn ich nach passenden Worten suche, rührt mich immer wieder Eduard Mörikes schlichte und ergreifende Weise, seine Gefühle und Gedanken niederzuschreiben. Deshalb wieder einmal Mörike, der voll Vertrauen die Dinge in andere Hände legt:
Zum Neuen Jahr
Wie heimlicherweise
ein Englein leise
mit rosigen Füßen
die Erde betritt.
So nahte der Morgen,
jauchzt ihm, ihr Frommen,
ein heilig Willkommen.
Ein heilig Willkommen!
Herz, jauchze du mit!
In ihm sei’s begonnen,
der Monde und Sonnen
an blauen Gezelten
des Himmels bewegt.
Du Vater, du rate,
lenke du und wende!
Herr, dir in die Hände
sei Anfang und Ende,
sei alles gelegt.
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern meines Blog ein erfreuliches, erfolgreiches, gesegnetes neues Jahr.