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	<title>Omas Wörtersalat</title>
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	<description>Was ich noch sagen wollte ......</description>
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		<title>Omas Wörtersalat</title>
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		<title>&#8222;Hotel Pfälzer Hof&#8220;, W. Laufenberg</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 14:45:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen (Buch-Rezensionen)]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Mannheim]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[  
 
Zu meiner großen Freude hat sich Walter Laufenberg, der Mannheimer Autor und Jurist, eines Mannheimer Themas angenommen, das mich schon immer fasziniert hat. Es handelt sich um den Mord an August von Kotzebue durch den Theologiestudenten Karl Ludwig Sand.
 
Beide sind auf dem Mannheimer Hauptfriedhof begraben. Es erstaunt mich immer wieder, dass [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=62&subd=woertersalat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';min-height:15px;margin:0;"><span style="font-style:italic;"> </span><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Zu meiner großen Freude hat sich Walter Laufenberg, der Mannheimer Autor und Jurist, eines Mannheimer Themas angenommen, das mich schon immer fasziniert hat. Es handelt sich um den Mord an August von Kotzebue durch den Theologiestudenten Karl Ludwig Sand.</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Beide sind auf dem Mannheimer Hauptfriedhof begraben. Es erstaunt mich immer wieder, dass diese Geschichte, die 1819 sehr großes Aufsehen in ganz Europa auslöste, so wenig bekannt ist.</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Der Roman widmet sich vor allem der Frage, was den fleißigen und bis dahin rechtschaffenen Studenten Sand aus Wunsiedel zu dieser Tat veranlasst hat. Der Autor geht dieser Frage mit akriebischer Genauigkeit nach, wandelt auf Sands Spuren als Student in Erlangen und Jena und immer wieder einmal ins Haus der Eltern nach Wunsiedel. Die Unruhe unter den Studenten, die sich mehr Freiheit für das Volk wünschten, die Abschaffung der Zensur, die Einigung der vielen deutschen Kleinstaaten zu einem einzigen freien Deutschland fand ihren Ausdruck in einer regen Beteiligung der Burschenschaften am Fest auf der Wartburg zum  Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig und zum dreihundertsten Jahrestag des Thesenanschlages von Martin Luther. Auf der Wartburg wurden die Lieder gesungen und die Schriften verfasst, die danach viele Dinge in Gang bringen sollten.</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Die Französische Revolution hatte den Samen gesät, der nun nach und nach in den Köpfen der Jugend aufging. Der Autor macht deutlich, warum und wie bei Karl Ludwig Sand diese Parolen auf fruchtbaren Boden fielen. Er entwickelte sich nach und nach zu einem glühenden Patrioten und steigerte sich hinein in einen Fanatismus, der ihm und seinem späteren Opfer zum Verhängnis wurde.</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Zur gleichen Zeit machte August von Kotzebue Karriere als Bühnendichter und als Diplomat in den Diensten des russischen Zaren. Diese Tätigkeit machte ihn in den Augen der revolutionaren Studenten zu einem Vaterlandsfeind, dem man auch nicht verzeihen konnte, dass er in seinen Bühnenstücken dem bürgerlichen Geschmack, dem Kleinbürgertum und den bestehenden Verhältnissen das Wort redete. Seine Stücke waren erfolgreich, die Zuschauer amüsierten sich und das war die Hauptsache. Dies alles konnte nach Meinung des Autors kein ausreichender Grund sein für den Hass, den der verblendete und fanatisierte Student Sand nach und nach gegen von Kotzebue in sich aufstaute. </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Walter Laufenberg lässt seiner Phantasie freien Lauf und beschreibt alle Facetten des privaten und öffentlichen Auftretens eines jungen Menschen in seiner Zeit, einer Zeit des Umbruchs in allen Gesellschaftsschichten. Er beschreibt ebenfalls das Leben und Treiben einer aufstrebenden Stadt, die ein Anziehungspunkt in der Region und darüberhinaus war im angehenden 19. Jahrhundert. Dem Mannheimer Maimarkt widmet er ein ganzes Kapitel. Der Freiherr von Drais und sein Laufrad taucht im Geflecht der Beziehungen der Protagonisten auf, ebenso der Scharfrichter Wittmann aus Heidelberg, der noch eine wichtige Rolle spielen wird.</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Wie sich die Lebenswege der Menschen auf einen Kulminationspunkt am 23. März 1819 in Mannheim hinbewegen, welche Rolle immer wieder das Hotel „Pfälzer Hof“ spielt, dies alles beschreibt der Autor sachkundig, unterhaltsam und detailgenau in diesem historischen Roman um ein unerhörtes Vorkommnis in einer Stadt, die nur durch viele Zufälle zum Austragungsort eines so dramatischen Geschehens wird. Die Liebesgeschichten, die Walter Laufenberg um den Erfinder des hölzernen Laufrades sowie um den Heidelberger Scharfrichter Wittmann und seine Friderike herumspinnt, lockern das Ganze auf und geben ihm die nötige menschliche Wärme.</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Man weiß etwas mehr über die Zeitenwende vom 18. zum 19. Jahrhundert in Europa, man findet Parallelen in der heutigen Zeit, wenn man den Weg des freiheitsliebenden Studenten Sand hin zum fanatischen Patrioten und Mörder eines Unschuldigen lesend verfolgt. Nebenbei taucht man ein in das bunt gemischte Leben und Treiben der Stadt Mannheim, die mit ihrem Umland schon damals eine „Metropolregion“ war.</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Walter Laufenberg hat sich an die wesentlichen Fakten gehalten und sich die Freiheit genommen, sie phantasievoll und lebendig auszuschmücken, so dass dabei die Unterhaltung nicht zu kurz kommt.</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Für Mannheimer und alle Geschichtsbewussten ist das Buch zu empfehlen.</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;">
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">„Hotel Pfälzer Hof“</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Historischer Roman </span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">von Walter Laufenberg</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">ISBN-10: 3-89735-466-7</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">14,90 Euro</span></p>
<p style="font:normal normal normal 12px/normal 'Times New Roman';margin:0;">
Posted in Lesen (Buch-Rezensionen) Tagged: Bücher, Geschichte, Historischer Mord, Mannheim, Rezensionen <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/woertersalat.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/woertersalat.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/woertersalat.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/woertersalat.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/woertersalat.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/woertersalat.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/woertersalat.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/woertersalat.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/woertersalat.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/woertersalat.wordpress.com/62/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=62&subd=woertersalat&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Schulzeit in der Nachkriegszeit</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 12:21:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachdenken über ...]]></category>
		<category><![CDATA["Schule des Lebens"]]></category>
		<category><![CDATA[alte Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachkriegszeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Schulzeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Ferien anfangen oder die Schulanfänger eingeschult werden, denkt man als älterer Mensch mit gemischten Gefühlen an die eigene Schulzeit zurück. Es wird einem klar, dass das ja nur ein kurzer Abschnitt war, gemessen an dem, was dann das Leben an Lernaufgaben stellte. Das meiste lernt man doch in &#8222;der Schule des Lebens&#8220;, ob [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=219&subd=woertersalat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wenn die Ferien anfangen oder die Schulanfänger eingeschult werden, denkt man als älterer Mensch mit gemischten Gefühlen an die eigene Schulzeit zurück. Es wird einem klar, dass das ja nur ein kurzer Abschnitt war, gemessen an dem, was dann das Leben an Lernaufgaben stellte. Das meiste lernt man doch in &#8222;der Schule des Lebens&#8220;, ob man will oder nicht, so erschent es mir in der Rückschau.</p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Es fällt mir keine konkrete Schule ein, wenn ich über meine Schulzeit schreib, da wir als Flüchtlinge nach dem Krieg öfter umgezogen sind und ich überall nur vier Jahre oder weniger wohnte. Trotzdem sehe ich vor meinem geistigen Auge ein düsteres, altes Gebäude mit schwarzen, öligen Holzfußböden, die ekelhaft nach Petroleum oder irgendetwas anderem rochen und glitischig waren.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Dass ich gerne zur Schule ging (ab Herbst 1947) und trotzdem Angst vor der Schule hatte, ist für mich kein Widerspruch, denn ich litt mit meinen Schulkameraden, die es sehr schwer hatten, weil sie nicht mitkamen. Sie bekamen dafür drastische Strafen in Form von Beschimpfungen wie „aus dir wird nie was“ oder „du bist doch das Dümmste, was mir je begegnet ist“ und noch schlimmer „ihr seid doch alle Inzucht, da braucht man sich ja nicht zu wundern“. Wir wussten nicht, was Inzucht ist, vermuteten aber Schlimmes. Wenn die Schüler den Lehrer ab und zu auch noch mit Absicht zur Weißglut brachten, neben der Tatsache, dass sie etwas nicht verstanden, dann gab es bei den Buben Schläge auf die blanke Rückseite oder auf die Handflächen. Bei den Mädchen glücklicherweise nur auf die Handflächen, die sogenannten Tatzen.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Es waren alte Lehrer und viel zu wenige für die vielen verschiedenen Kinder, die fast alle ihre Besonderheiten hatten, z.B. zurückgeblieben, unterernährt, unversorgt oder traumatisiert waren.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Die Handarbeitslehrerin war aus Berlin und fand es schrecklich, dass sie in ein solches Kaff im Badischen versetzt worden war. Dies ließ sie uns spüren in Worten und Taten. Wir mussten beim Nähen und Stricken mucksmäuschenstill sein, was uns als Kinder natürlich schwer fiel. „Wenn muntre Reden sie begleiten, dann fließt die Arbeit heiter fort“ dichtete Schiller, wie wir später erfahren haben. Dies hätten wir uns auch gewünscht, aber der strenge und düstere Blick von Frau Schwall ließ keine Heiterkeit zu. Dafür nannten wir sie „Schnall“, weil irgendeines der Kinder gehört hatte, dass das ein schlimmes Wort ist. Von ihr bekam ich die erste „Tatze“ mit dem hölzernen Metermaß, weil ich ein Lachen nicht unterdrücken konnte, nachdem meine Freundin ganz leise etwas Witziges gesagt hatte.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Ein anderer Lehrer verlangte 10 Pfennige in eine Kasse für jedes Fremdwort, das wir benutzten. Wir hatten keine Ahnung, was eigentlich genau ein Fremdwort ist, denn wir waren ja Erst- und Zweitklässler. Aber natürlich benutzten wir alle Wörter, die wir da und dort hörten, also auch Wörter von Erwachsenen, die vielleicht Fremdsprachen oder andere Dialekte beherrschten. Und so füllte sich die kleine Kasse und eine Scheu vor neuen Wörtern blieb bestimmt bei manchem Schüler für immer zurück.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Dieser alte Lehrer war auch unser Gesangs- und Musiklehrer. Seltsames Liedgut hatte er für uns parat aus der Jungvolkbewegung. Als er mit uns „Wer will mit uns nach Island gehn, den Kabeljau zu fangen“ einüben wollte, streikten wir, denn die Melodie war für einen Leichenzug sehr geeignet und hatte einen so tiefen Grundton, dass er uns Kinder total überforderte. Noch heute fällt mir diese Melodie manchmal ein, besonders an düsteren Tagen.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Eine der schönsten Erinnerungen an die Grundschulzeit ist das Fensterbrett im Klassenzimmer, das wir mit Moos belegen und mit Gänseblümchen, Veilchen, Schneeglöckchen, und anderen kleinen Wiesenpflanzen bepflanzen durften. Da wir sie mit den Wurzeln ausgruben und von den beschlagenen Fenstern immer Wasser herunterlief, gedieh alles prächtig und war in dem düsteren Klassenzimmer ein Lichtblick. Auch die Sandkiste in der Mitte des Klassenzimmers gefiel mir. Sie diente uns als anschauliche Landkarte, indem wir Berge und Täler, z.B. den Verlauf des Rheines von der Quelle bis zur Mündung formten. Es gab ja kaum Lernmaterial, Schreibhefte bekam man nur auf Bezugsscheine und die Landkarten des untergegangenen Deutschen Reiches waren offensichtlich verbrannt worden. Jedenfalls mussten wir uns die Karten selbst auf die Schultafel malen. </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Musikinstrumente gab es erst in einer anderen Schule, die ich nach der Rückkehr meines Vaters aus der Gefangenschaft in einem anderen Wohnort besuchte. Dort wurde mit Geldern des Marshallplanes und mit einer Spende von General McCloy eine ganz neue, sehr moderne Schule gebaut, die große, helle Räume, große Fenster, einen Musikraum und sogar eine Lehrküche hatte. </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Ich bekam vom Flohmarkt eine Handharmonika und ging nun nachmittags mit anderen Schülern zu dem Rektor unserer Schule in die Wohnung und lernte das Instrument. Dieser engagierte Lehrer gründete ein Schulorchester, das er bis zur einfachen Konzertreife führte.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Bei der Einweihung dieser Schule herrschte schon eine ganz andere Stimmung unter den Erwachsenen und den Schülern. Es war der Anfang der Aufbruchsstimmung, die noch einige Jahre in Deutschland anhalten sollte. Alle glaubten an bessere Zeiten. Ich wurde dazu ausgewählt, bei der Einweihungs-Feier General McCloy ein Blumensträußchen zu überreichen. Seltsamerweise bin ich die Einzige, die keine Erinnerung mehr daran hat, obwohl mich meine Schulkameraden oder andere Menschen aus diesem Ort immer wieder darauf ansprechen. Ich erinnere mich nur, dass ein Schulkamerad mir eine Tafel Schokolade mitgebracht hatte und sie mir nach dieser Zeremonie vor dem Schulhaus überreichte. Vermutlich war es die erste Schokolade, die ich bekommen hatte und ich weiß noch heute, dass ich Skrupel hatte, sie zu nehmen, weil ich eigentlich für einen anderen Jungen schwärmte, natürlich nur ganz aus der Ferne.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">In dieser neuen Schule war das Lernen eine Freude. Es gab eine Lehrerbibliothek, die ich benutzen durfte, weil mein Klassenlehrer meine Lesefreude unterstützen wollte. Wir hatten als Flüchtlinge natürlich zu Hause keine Bücher (außer der Bibel) und so las ich mich quer durch diese Bibliothek, was mein Hobby blieb bis heute. Noch manch andere private oder öffentliche Dorf-Bücherei habe ich fast leergelesen und später immer wieder auch ehrenamtlich in der Ausleihe geholfen, fast bis zu meinem Rentenalter.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Nach dem Ende der Volksschule wurde meinen Eltern ein Stipendium für mich angeboten, das mir ein Lehrerstudium an einer pädagogischen Hochschule ermöglichen sollte. Nach langer Überlegung beschlossen meine Eltern, dass sie es nicht annehmen. Sie wollten keine Almosen, wie sie es nannten. Mein Vater hatte schon ein Jahr vorher meine nur ein Jahr ältere Schwester in einer Höheren Handelsschule in der Kreisstadt angemeldet und meine Mutter fand, dass es ungerecht wäre, wenn ein Kind studiert und das andere nicht. Also machte auch ich die Aufnahmeprüfung für die Handelsschule und schloss diese Ausbildung nach zwei Jahren mit Erfolg ab. Alle Schüler waren sehr fleißig, ehrgeizig und kamen aus vielen kleinen Orten des Umlandes. Das führte dazu, dass es keinen Zusammenhalt gab und dass wir uns alle ziemlich fremd blieben. Es gab damals ganz wenig Ausbildungsplätze oder Arbeitsstellen. Dies führte in den letzten Wochen vor der Abschlussprüfung zu einem unschönen Wettbewerb um die wenigen Lehrstellen. Ich hätte gerne in einer Behörde oder einer Bank angefangen. Diese Stellen waren aber alle durch die Kinder besetzt, deren Eltern Beziehungen hatten. Die Tochter eines Gymnasiallehrers bekam eine Lehrstelle bei der größten Bank der Kreisstadt und ich erinnere mich, dass ich sie sehr beneidete. Ich musste eine Stelle bei einem Holzhandel am Rande dieser Kreisstadt annehmen. Leider hatte ich einen sehr langen Anfahrtsweg mit der Bahn und einen halbstündigen Fußweg durch einen Schlosspark zu bewältigen, um dorthin zu kommen. Ein knappes Jahr später sah ich im Garten des Nachbarhauses neben der Holzfirma mitten im Winter eine ziemlich abgemagert und durchgefroren aussehende junge Frau, die von Hand Babywindeln in einem Eimer wusch. Es war die Schulkameradin, die die Stelle bei der Bank bekommen hatte. Ich habe sie weder um das Baby noch um die Windeln beneidet. Es war mir klar, dass das ihr Lebensweg für die nächsten Jahrzehnte sein würde, denn die Frauen blieben damals nach dem ersten Kind zu Hause, meistens für immer.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Der Umgang mit Zahlen machte mir keine Freude und entsprach auch nicht meiner Begabung. Deshalb hatte ich wenig erfreuliche Erlebnisse an der Höheren Handelsschule und auch später nicht an meiner Arbeit in der Rechnungsabteilung der Holzfirma, in der ich allerdings sehr viel über Hölzer, Furniere, Preiskalkulation und den Umgang mit Menschen lernte. Noch heute kann ich bei Möbeln sehr gut sehen, ob es gutes oder schlechtes Furnier ist, ob deutsches oder ausländisches Holz und wie die Verarbeitung der Oberfläche ist.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Einen Lichtblick gab es jedoch in dieser Zeit. Es war der Deutschlehrer in der Handelsschule, der mich und auch viele andere für den Umgang mit der deutschen Sprache und der Literatur allgemein begeisterte. </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Alles in allem kann ich sagen, dass ich immer wissbegierig und neugierig war, gerne zur Schule ging, aber das Meiste dann doch „in der Schule des Lebens“ lernte. Ich habe während meiner ganzen Berufstätigkeit und auch später noch als Hausfrau und Mutter Kurse in der Volkshochschule besucht. Als sich mit 25 Jahren der Plan einer Auswanderung in die USA nicht realisieren ließ, ich aber meine Arbeitsstelle (wieder in einer anderen Gegend, einem anderen Ort) bereits gekündigt hatte, nahm ich alle meine Ersparnisse und ging für 3 Monate nach England, wo ich das Lower Cambridge Examen machte. Ich war auf dem Wege das nächste Examen, das Proficiency abzulegen, als leider meine Mutter sehr krank wurde und mich bat, sofort zurückzukommen und sie zu pflegen. Obwohl ich drei Schwestern habe, begrub ich alle meine Pläne und ging zurück. Keinen Moment habe ich überlegt, dass diesen Verzicht doch eigentlich auch meine Schwestern hätten leisten können.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Das Schicksal half mir jedoch danach insofern, als ich nach längerer Zeit, in der ich  in einer  Gemeindeverwaltung und auch kurze Zeit in einem großen Industrieunternehmen gearbeitet hatte, meine absolute Traumstelle fand. Ich bekam die Stelle der Chefsekretärin des Leiters des Auslandsamtes einer süddeutschen berühmten Universität. Nach einigen Jahren wechselte ich zum Philosophischen Seminar, wo ich als Institutssekretärin die kaufmännischen und verwaltungstechnischen Belange selbstständig erledigte. Dort gab es selbstverständlich eine Bibliothek, die auch mir zur Verfügung stand. Ich hätte Jahrhunderte dort bleiben müssen, um alles zu lesen.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Mit meiner Heirat endete dann diese Phase meines Berufslebens und ich zog zu meinem Mann in eine andere Stadt. Das Leben hatte nun andere Lernziele für mich parat, von denen ich zum Glück noch nichts wusste. Es war jedenfalls noch lange nicht das Ende meines „Schulungsweges“ und ist es nicht bis auf den heutigen Tag. </span></p>
Posted in Nachdenken über ... Tagged: "Schule des Lebens", alte Lehrer, Bücher lesen, Nachkriegszeit, Schulhäuser, Schulzeit <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/woertersalat.wordpress.com/219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/woertersalat.wordpress.com/219/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/woertersalat.wordpress.com/219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/woertersalat.wordpress.com/219/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/woertersalat.wordpress.com/219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/woertersalat.wordpress.com/219/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/woertersalat.wordpress.com/219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/woertersalat.wordpress.com/219/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/woertersalat.wordpress.com/219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/woertersalat.wordpress.com/219/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=219&subd=woertersalat&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Herbstgedanken</title>
		<link>http://woertersalat.wordpress.com/2009/10/03/herbstgedanken/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 17:59:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachdenken über ...]]></category>
		<category><![CDATA[Ernte]]></category>
		<category><![CDATA[Erntedank]]></category>
		<category><![CDATA[Herbstgedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Herbstlied]]></category>
		<category><![CDATA[Herbstlyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Storm]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Früchte sind bald alle geerntet, das Korn eingefahren, das Gras gemäht, die Bäume fangen an, einen letzten Farbtupfer zu setzen mit ihrem bunten Laub. Erntedankfest wird allüberall gefeiert in Kirchen und auf dem Marktplatz. Der Dank ist angebracht, denn die Früchte, das Gemüse, der Wein, alles hat heutzutage eine hervorragende Qualität, ist überall erhältlich. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=212&subd=woertersalat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Früchte sind bald alle geerntet, das Korn eingefahren, das Gras gemäht, die Bäume fangen an, einen letzten Farbtupfer zu setzen mit ihrem bunten Laub. Erntedankfest wird allüberall gefeiert in Kirchen und auf dem Marktplatz. Der Dank ist angebracht, denn die Früchte, das Gemüse, der Wein, alles hat heutzutage eine hervorragende Qualität, ist überall erhältlich. Mangel gibt es bei uns nicht.</p>
<p>Es ist also Zeit, einmal voll Dankbarkeit all der fleißigen Hände zu gedenken, die im Einklang mit der Natur gesät, gehegt, gepflegt und nun verdienterweise geerntet haben.</p>
<p>Bald darf sich auch der fleißigste Hobbygärtner im Sessel zurücklehnen und mal wieder in Ruhe ein Buch in die Hand nehmen. Vielleicht einen Lyrikband? Vielleicht mal wieder das schönste aller Herbstgedichte nachschlagen &#8222;Komm in den totgesagten Park und schau &#8230;&#8220; von Stefan George oder den &#8222;Herbst des Einsamen&#8220; von Rilke?</p>
<p>Ich habe mich heute für ein selteneres Herbstlied entschieden. Es ist von <em>Theodor Storm (1817-1888) und heißt</em></p>
<p><em><span style="font-style:normal;"><strong> Oktoberlied</strong></span></em></p>
<p style="line-height:22px;font:16px Times New Roman;color:#595959;margin:0 0 4px 55px;"><strong><em><br />
</em></strong></p>
<p style="line-height:22px;font:16px Times New Roman;color:#595959;margin:0 0 7px 55px;"><em>Der Nebel steigt, es fällt das Laub;<br />
Schenk ein den Wein, den holden!<br />
Wir wollen uns den grauen Tag<br />
Vergolden, ja vergolden!</em></p>
<p style="line-height:22px;font:16px Times New Roman;color:#595959;margin:0 0 7px 55px;"><em>Und geht es draußen noch so toll,<br />
Unchristlich oder christlich,<br />
Ist doch die Welt, die schöne Welt,<br />
So gänzlich unverwüstlich!</em></p>
<p style="line-height:22px;font:16px Times New Roman;color:#595959;margin:0 0 7px 55px;"><em>Und wimmert auch einmal das Herz -<br />
Stoß an und lass es klingen!<br />
Wir wissen&#8217;s doch, ein rechtes Herz<br />
Ist gar nicht umzubringen.</em></p>
<p style="line-height:22px;font:16px Times New Roman;color:#595959;margin:0 0 7px 55px;"><em>Der Nebel steigt, es fällt das Laub;<br />
Schenk ein den Wein, den holden!<br />
Wir wollen uns den grauen Tag<br />
Vergolden, ja vergolden!</em></p>
<p style="line-height:22px;font:16px Times New Roman;color:#595959;margin:0 0 7px 55px;"><em>Wohl ist es Herbst; doch warte nur,<br />
Doch warte nur ein Weilchen!<br />
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,<br />
Es steht die Welt in Veilchen.</em></p>
<p style="line-height:22px;font:16px Times New Roman;color:#595959;margin:0 0 7px 55px;"><em>Die blauen Tage brechen an,<br />
Und ehe sie verfließen,<br />
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,<br />
Genießen, ja genießen!</em></p>
<p style="line-height:16px;font:normal normal normal 13px/normal Arial;color:#595959;text-align:left;margin:0 0 30px 55px;">
<p style="line-height:16px;font:normal normal normal 13px/normal Arial;color:#595959;text-align:left;margin:0 0 30px 55px;"><em><br />
</em></p>
<p><em><span style="line-height:16px;"><em><br />
</em></span><br />
</em></p>
Posted in Nachdenken über ... Tagged: Ernte, Erntedank, Herbstgedanken, Herbstlied, Herbstlyrik, Storm <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/woertersalat.wordpress.com/212/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/woertersalat.wordpress.com/212/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/woertersalat.wordpress.com/212/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/woertersalat.wordpress.com/212/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/woertersalat.wordpress.com/212/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/woertersalat.wordpress.com/212/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/woertersalat.wordpress.com/212/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/woertersalat.wordpress.com/212/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/woertersalat.wordpress.com/212/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/woertersalat.wordpress.com/212/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=212&subd=woertersalat&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Norella</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Krümelkuchen (mit Quitten)</title>
		<link>http://woertersalat.wordpress.com/2009/10/02/krumelkuchen-mit-quitten/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 16:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Krümelkuchen]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>
		<category><![CDATA[Obstkuchen]]></category>
		<category><![CDATA[Quitten]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Jahr gibt es reichlich saftige, mittelgroße Birnenquitten in meinem Garten. Wenn ich Gelee koche, bleiben am Schluss viele gedünstete Quittenstückchen oder auch eine musige Masse übrig. Diese weichen Obstreste sind besonders geeignet als Belag für den schnellen Krümelkuchen, der auch einer ungeübten Hausfrau gelingt. Im Winter wird dieser Kuchen mit Zwetzschgenlatwerge (= dicke Zwetschgenmarmelade) [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=210&subd=woertersalat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Dieses Jahr gibt es reichlich saftige, mittelgroße Birnenquitten in meinem Garten. Wenn ich Gelee koche, bleiben am Schluss viele gedünstete Quittenstückchen oder auch eine musige Masse übrig. Diese weichen Obstreste sind besonders geeignet als Belag für den schnellen Krümelkuchen, der auch einer ungeübten Hausfrau gelingt. Im Winter wird dieser Kuchen mit Zwetzschgenlatwerge (= dicke Zwetschgenmarmelade) als Füllung gebacken oder mit Sauerkirschen aus dem Glas.</em></p>
<p><em>Hier das Rezept:</em></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><strong><br />
</strong></p>
<p style="font:14px Helvetica;min-height:17px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong> </strong></span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Zutaten:</strong></span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">50 g Mondamin</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">200 g Mehl</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">1/2 gest. KL Backpulver</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">1 Eigelb</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">150 g Zucker</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">150 g Butter oder Margarine</span></p>
<p style="font:12px Arial;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Füllung:</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">500 g beliebiges vorbereitetes Obst, (Sauerkirschen a.d. Glas, Quitten gedünstet)</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">1 P. Vanillezucker</span></p>
<p style="font:12px Arial;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Zubereitung</strong>:</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Mondamin, Mehl und Backpulver in eine Schüssel geben. Eigelb, Zucker und weiches Fett daraufgeben und alles mit einem Handrührgerät auf niedriger Schaltstufe gut verkneten bis sich Streusel bilden.</span></p>
<p style="font:12px Arial;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">3/4 der Teigmenge auf den Boden einer gefetteten Springform (26 cm) bröseln, Obst oder  Zwetschgenlatwerge auf den Teig legen und evtl. Vanille-Zucker darüberstreuen.</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Den restlichen Teig darüberbröseln, die Springform in den vorgeheizten Backofen schieben und backen.</span></p>
<p style="font:12px Arial;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">E-Herd: 200-225 Grad</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> 25-35 Minuten</span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><br />
</span></p>
<p style="font:11px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Dieser Kuchen kann auch warm serviert werden mit einem Klacks Schlagsahne oder Sauerrahm.</span></p>
Posted in Rezepte Tagged: Krümelkuchen, Kuchen, Obstkuchen, Quitten, Rezepte <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/woertersalat.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/woertersalat.wordpress.com/210/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/woertersalat.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/woertersalat.wordpress.com/210/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/woertersalat.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/woertersalat.wordpress.com/210/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/woertersalat.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/woertersalat.wordpress.com/210/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/woertersalat.wordpress.com/210/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/woertersalat.wordpress.com/210/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=210&subd=woertersalat&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Demenz, Buch von Tilman Jens</title>
		<link>http://woertersalat.wordpress.com/2009/09/21/demenz-buch-von-tilman-jens/</link>
		<comments>http://woertersalat.wordpress.com/2009/09/21/demenz-buch-von-tilman-jens/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 18:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen (Buch-Rezensionen)]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Tilman Jens]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Jens]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://woertersalat.wordpress.com/?p=205</guid>
		<description><![CDATA[ 
Nachruf für einen Lebenden
Rezension des Buches von Tilman Jens:
Demenz
Abschied von meinem Vater
Gütersloher Verlagshaus, 2009
144 Seiten, 17,95 Euro
 
 
Tilman Jens, der Sohn von Professor Walter Jens, der den ersten Lehrstuhl für Rhetorik an der Universität Tübingen inne hatte, hat in diesem bewegenden Buch schon jetzt seinem sehr verehrten und geliebten Vater ein Denkmal gesetzt, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=205&subd=woertersalat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Nachruf für einen Lebenden</strong></span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Rezension des Buches von Tilman Jens:</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Demenz</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Abschied von meinem Vater</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Gütersloher Verlagshaus, 2009</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">144 Seiten, 17,95 Euro</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Tilman Jens, der Sohn von Professor Walter Jens, der den ersten Lehrstuhl für Rhetorik an der Universität Tübingen inne hatte, hat in diesem bewegenden Buch schon jetzt seinem sehr verehrten und geliebten Vater ein Denkmal gesetzt, das ihm als Autor nicht gerade enthusiastische Anerkennung, als Mensch aber Häme und Verriss eingetragen hat. </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Ein Mann des Geistes und des geschliffenen Dialoges</strong></span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Walter Jens war zeitlebens ein Mann des Geistes, hat als Philologe, Literaturkritiker, Schriftsteller und Rhetorikprofessor unzählige Ehrungen erhalten und war und ist ein</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">viel gelesener Autor und eine hoch verehrte Geistesgröße von internationalem Format.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Um so schwerer ist es für seine große „Fan-Gemeinde“ zu akzeptieren, dass dieser Mann nun ein Pflegefall geworden ist und der umfassenden Fürsorge seiner Angehörigen und einer Pflegekraft anvertraut werden musste. Er ist auf dem Stand eines Kleinkindes, das im Hier und Jetzt lebt, den Tag nimmt wie er kommt, sich gerne mit Tieren und naturverbundenen einfachen Menschen umgibt, die ihn nehmen, wie er ist. So weit man es beurteilen kann, ist er glücklich, da auch sein Wollen und Wahrnehmen durch die Minderleistung des Gehirns beeinträchtigt ist.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Den Verehrern und Weggefährten von Walter Jens fällt es offenbar schwerer als der Familie, ihrem Idol in Liebe zu gestatten, nun das Leben eines Kleinkindes zu führen, so wie es das Fortschreiten der Demenz verlangt. Er ist im inneren Kern ja immer noch der Mensch, der er immer war, nur die äußere Hülle dieser ehemaligen Geistesgröße, des Rhetorik-Professors, des wortgewaltigen Gesprächspartners hat er abgeben müssen. Seine Familie muss diese Verwandlung hinnehmen, ohne ihm ihre Liebe und ihr Mitgefühl aufzukündigen. Seine Fans müssen es noch lernen.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Das Buch „Demenz“ &#8211; ein Versuch der Rechtfertigung</strong></span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong> </strong></span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">In der langen, schweren Phase der Wesensveränderungen, der ersten, nicht eindeutig erkennbaren Krankheitszeichen, musste Familie Jens leider die selben unerfreulichen Erfahrungen machen, wie viele andere Familien auch, deren Angehörige eine Demenz entwickeln. Das Abwiegeln durch die behandelnden Ärzte, wenn Angehörige die irritierenden Anzeichen der Veränderungen schildern, die Vertröstungen, die Verdächtigungen, das Hinausschieben der Diagnose. Den meisten Medizinern fehlt der Mut, den Namen der Krankheit auszusprechen oder als Wort in einen Krankenbericht zu schreiben. Es werden Umschreibungen benutzt, die eigentlich alle Warnglocken zum Klingen bringen müssten. Aber als Abkürzung, als medizinischer Fachbegriff werden sie leicht übersehen oder gerne auch von Angehörigen ignoriert in der Hoffnung, dass man sich geirrt hat.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Tilman Jens beschreibt diese schwere Zeit, durch die die Ehefrau Inge Jens und die Söhne von Walter Jens hindurch mussten. Er beschreibt dies so sachlich wie möglich und so emotional wie nötig, aber auch schonungslos, wenn die Wahrheit es gebietet. Warum sollte er verschweigen, dass viel Zeit verloren gegangen ist, in der eine frühzeitige Behandlung mit den derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln (Memantine, Galantamin u.a.) möglich gewesen wäre? Der dramatische Verlauf der vaskulären Demenz vom Typ Alzheimer, an der sein Vater erkrankt ist, hätte um ein bis zwei Jahre hinausgeschoben werden können.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong> </strong></span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Leidensweg der Familie Jens</strong></span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Der Autor schildert den Leidensweg seines Vater sowie der Familie und des engeren Freundeskreises. Besonders Freunde und Weggenossen des hoch geschätzten Geisteswissenschaftlers Walter Jens konnten und wollten den Verfall seiner Geisteskräfte nicht annehmen, die Krankheit nicht akzeptieren. Das führte zu Verdächtigungen der näheren Angehörigen, zu Missverständnissen, die Tilman Jens in diesem Buch erklären und ausräumen möchte. </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Wegen seiner Offenheit in der Beschreibung von Momentaufnahmen des täglichen Lebens mit einem Demenzkranken wurde er nach Erscheinen des Buches beschimpft, der Indiskretion und Lieblosigkeit bezichtigt, der böswilligen Abrechnung mit dem Vater. bes Eine Abrechnung ist es immer, wenn erwachsene Kinder sich erinnern an versäumte Gelegenheiten im Umgang mit den Eltern, an nicht geführte Gespräche, nicht gespielte Spiele, versäumte Gelegenheiten zur Kommunikation. Das bleibt fast niemandem erspart, schon gar nicht den Kindern von berühmten Persöhnlichkeiten, die verständlicherweise oft in der zweiten Reihe stehen müssen zugunsten der Anforderungen, die das öffentliche Wirken der Eltern mit sich bringt. Tilman Jens beschreibt dies in Form einer „nachgetragenen Liebe“, wie der Schriftsteller Peter Härtling dies in einem Buchtitel so treffend formuliert hat.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Es ist eine Frage des Geschmacks oder der Moral, ob es richtig war, dass Tilman Jens dieses Buch über seinen Vater geschrieben hat. Eine Mahnung ist dieses Buch jedenfalls für alle Leser, dass dieses Altersleiden jeden, wirklich jeden, treffen kann.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Wer sich zutraut, diese Wahrheit zu ertragen, wird dieses Buch lesen wollen.</span></p>
Posted in Lesen (Buch-Rezensionen) Tagged: Alzheimer, Biographie, Demenz, Tilman Jens, Walter Jens <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/woertersalat.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/woertersalat.wordpress.com/205/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/woertersalat.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/woertersalat.wordpress.com/205/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/woertersalat.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/woertersalat.wordpress.com/205/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/woertersalat.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/woertersalat.wordpress.com/205/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/woertersalat.wordpress.com/205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/woertersalat.wordpress.com/205/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=205&subd=woertersalat&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Quittenschnitze im Ausbackteig</title>
		<link>http://woertersalat.wordpress.com/2009/09/11/quittenschnitze-im-ausbackteig/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 15:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Es ist Quittenzeit! Da gilt es, Gelee und Marmelade zu kochen oder auch eine ganz andere Köstlichkeit, wie z.B. Quitten in Öl ausgebacken. Man nehme:
 
 
600 g Quitten
1 Essl. Butterschmalz zum Dünsten der Schnitze
 
Zutaten für den Ausbackteig:
 
125 g Mehl
1 Teel. Zucker
1 Prise Salz
1 Pk. Vanillezucker
1/4 abgeriebene Schale einer Zitrone
125 ml Dunkles [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=198&subd=woertersalat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="font:14px Arial;color:#1f1f1f;min-height:16px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:14px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><strong>Es ist Quittenzeit! Da gilt es, Gelee und Marmelade zu kochen oder auch eine ganz andere Köstlichkeit, wie z.B. Quitten in Öl ausgebacken. Man nehme:</strong></p>
<p style="font:14px Arial;color:#1f1f1f;min-height:16px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:11px Arial;color:#1f1f1f;min-height:12px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">600 g Quitten</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">1 Essl. Butterschmalz zum Dünsten der Schnitze</span></p>
<p style="font:13px Arial;color:#1f1f1f;min-height:15px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:13px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">Zutaten für den Ausbackteig:</span></p>
<p style="font:11px Arial;color:#1f1f1f;min-height:12px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">125 g Mehl</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">1 Teel. Zucker</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">1 Prise Salz</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">1 Pk. Vanillezucker</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">1/4 abgeriebene Schale einer Zitrone</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">125 ml Dunkles Bier</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">2 Eier</span></p>
<p style="font:11px Arial;color:#1f1f1f;min-height:12px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">Butterschmalz oder Pflanzenöl zum Ausbacken </span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;min-height:14px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">2 Essl. Brauner Zucker zum Bestreuen</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;min-height:14px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:9px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">QUELLE</span></p>
<p style="font:9px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">B. Rias-Bucher</span></p>
<p style="font:9px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">Der bayerische Kuechen-</span></p>
<p style="font:9px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">kalender</span></p>
<p style="font:9px Arial;color:#1f1f1f;min-height:10px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;min-height:14px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">Quitten wie Aepfel schälen, längs vierteln und das Kerngehäuse</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">herausschneiden. Viertel in Spalten schneiden und im heissen Butterschmalz zugedeckt bei schwacher Hitze 15 Minuten dünsten.</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;min-height:14px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">Mehl mit Zucker, Salz, Vanille, Zitronenschale und Bier verrühren. Eier daruntermischen. Abgekühlte Quitten zugeben und die Schuessel etwas rütteln, damit die Quitten vom Teig überzogen sind.</span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;min-height:14px;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;color:#1f1f1f;margin:0 0 0 56.7px;"><span style="letter-spacing:0;">Quittenspalten mit einer Gabel herausnehmen und portionsweise im heissen Fett bei mittlerer bis schwacher Hitze in etwa vier Minuten goldgelb braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Zucker bestreut heiß anrichten.</span></p>
<p style="text-indent:56.7px;font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><strong> </strong></span></p>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Ansichtskarten schreiben</title>
		<link>http://woertersalat.wordpress.com/2009/08/13/ansichtskarten-schreiben/</link>
		<comments>http://woertersalat.wordpress.com/2009/08/13/ansichtskarten-schreiben/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 15:39:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachdenken über ...]]></category>
		<category><![CDATA[Ansichtskarten]]></category>
		<category><![CDATA[Grüße schicken]]></category>
		<category><![CDATA[Karten schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Karten-Sprüche]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist Ansichtskarten schreiben bald Schnee von gestern?

 
Seit Jahren bekomme ich von Nichten und Neffen, Freunden, Kollegen, Bekannten, im Sommer die herrlichsten Ansichtskarten aus aller Welt. Alle wissen, dass ich fast immer zu Hause bin und wollen mich teilnehmen lassen an ihren Erlebnissen. Exotische Briefmarken machten so manche Karte zu einer kleinen Kostbarkeit &#8211; jedenfalls [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=195&subd=woertersalat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ist Ansichtskarten schreiben bald Schnee von gestern?</p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;">
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Seit Jahren bekomme ich von Nichten und Neffen, Freunden, Kollegen, Bekannten, im Sommer die herrlichsten Ansichtskarten aus aller Welt. Alle wissen, dass ich fast immer zu Hause bin und wollen mich teilnehmen lassen an ihren Erlebnissen. Exotische Briefmarken machten so manche Karte zu einer kleinen Kostbarkeit &#8211; jedenfalls für Briefmarkensammler, die diese dann von mir bekommen, aber erst im nächsten Sommer.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Auf diese Weise hat jeder etwas von der Reise, die meine Lieben machen. Auch der Briefträger, schließlich muss er diese ja auch anschauen und sei es nur, um die Anschrift zu lesen. Es sei ihm vergönnt, dass er dabei auch die Ansicht auf der Vorderseite und vielleicht das eine oder andere Wort auf der Rückseite genießt.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Dieses Jahr aber habe ich erst drei bekommen. Das Telefonieren aus jedem Winkel der Welt hat die Rolle der Panoramakarten in 3D und der Hochglanz-Sonnenuntergänge übernommen. Meine Fantasie ist gefordert. Anruf vom Sohnemann: „Mama, ich stehe hier gerade am Ground Zero und wollte mal probieren ob das funktioniert mit dem Handy“. Viel folgte nicht mehr, denn andere Leute standen auch dort und telefonierten und er hörte fast nicht, was ich sagte. Ich meinerseits dachte, dass es doch vielleicht auch noch andere Dinge gibt, die man am Ground Zero tun könnte, als telefonieren. Aber schön fand ich es doch, dass er an mich gedacht hatte.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Ärgerlich war ein Anruf einer liebe Bekannten, die gerade an einem Wasserfall in Sonstwo stand. Ich verstand mit Mühe und Not ihren Namen und hatte ansonsten ein Rauschen und Brüllen im Ohr, denn auch andere Urlauber versuchten angesichts des Wasserfalles einen Bericht zu Hause abzuliefern.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Manche bringen es fertig, eine E-Mail von unterwegs zu schicken. „Bin hier im Internet-Café in Timbuktu. Wahnsinnig schön und heiß hier. Toll, dass es hier auch schon Internet-Cafés gibt. Viele Grüße, &#8230;&#8230;“</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Ich rufe also ebenfalls im Internet alle diese Orte auf, es gibt ja schließlich Google-Earth.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Bestechend gute und hinreißende Ansichten liefert mir das Web und doch fehlt mir etwas.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Der Gedanke, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, eine Karte speziell für mich auszuwählen, sich in ein Café in einem fernen Land zu setzen und mir eigenhändig ein paar Eindrücke schriftlich zu widmen. Dann noch eine schöne Briefmarke zu besorgen &#8211; was für ein Aufwand für die alte Tante. Aber doch auch herzerwärmend, mitten im Sommer.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Nun sind ja viele junge Leute nicht mehr so leicht des Wortes mächtig, hört man von Zeit zu Zeit. Sie müssen ja auch ihre Botschaften immer in Kürzeln und auf engem Raum per SMS auf einem kleinen Apparat unterbringen, der sie dann in Windeseile weiterleitet. Das ist doch Stress pur. Es darf nichts schiefgehen, denn es ist gleich weg. Man stelle sich vor, die richtigen Worte sind gefunden, mit Herzblut geschrieben &#8211; und drei Tage später stellt sich heraus, dass sie an die falsche Nummer geschickt wurden. Da lässt sich nichts mehr radieren oder durchstreichen. Weg ist weg, das Missverständnis ist in der Welt.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Das ist doch ein Argument für das Ansichtskarten abschicken und bedächtig formulierte Briefe auf lila Briefpapier zu verfassen und auf den langen und spannenden Postweg zu bringen.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Der Empfänger fühlt sich geehrt, weiß so viel Mühe zu schätzen und schreibt deshalb meist schnell zurück. So bleiben die Briefträger, die Bahn, das Postflugzeug, die Papierindustrie in Arbeit und Brot. Und der Empfänger freut sich wieder. Und kann die Ansichtskartensammlung vergrößern. </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Mein Schwiegervater, der um 1900 geboren ist, hatte uns in seinem Nachlass neben vielen Klassikern und anderem interessantem Lesestoff ein kleines, abgegriffenes und eigenartig geknicktes und gealtertes Büchlein hinterlassen mit dem Titel: 100 Grüße auf Ansichtskarten“ (siehe auch Xinxii.com, &#8222;100 Grüße &#8230;.&#8220;, von Nora Zorn, 2 Euro). Obwohl damals Gymnasiast und bestimmt nicht gerade Analphabet, hat er reichlich davon Gebrauch gemacht, das zeigt die Form des Büchleins, denn es ist von den Reisen in der Hosentasche verformt und hat vier runde, ausgefranste Ecken. Es ist eine Freude, heutzutage Lesestoff in Händen zu halten, der so vielgelesen ist, dass das Büchlein ausgeleiert und mitgenommen aussieht.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Es gab da vorgefertigte Sprüche für die Reise durchs flache Land, die Klettertour im Gebirge, die Reise zur Kur in Bad Irgendwo, die Radtour mit dem Kegelverein, die Gemeinschaftsreise des Jungfrauenvereins der Pfarrgemeinde Kaschtelhuber. Aus Rom und Florenz konnte man hieb- und stichfeste literarische Ergüsse an die Lieben zu Hause schicken, man sparte Zeit und Nachdenken über Rechtschreibregeln und Kommasetzung.</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Hier eine kleine Kostprobe:</span></p>
<p style="font:12px Helvetica;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:center;font:9px Chicago;min-height:12px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Was sagt der Freund zu dieser Reise,</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">die schon lange ich geplant,</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">ohne dass er es geahnt?</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Ihm zu melden, wo ich blieb,</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">ich jetzt diese Karte schrieb.</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">oder:</span></p>
<p style="text-align:center;font:9px Chicago;min-height:12px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:center;font:9px Chicago;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Damit Du siehst, ich denke dein,</span></p>
<p style="text-align:center;font:9px Chicago;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">schick‘ ich Dir diesen Kartengruß,</span></p>
<p style="text-align:center;font:9px Chicago;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Oh, wenn du könntest bei mir sein,</span></p>
<p style="text-align:center;font:9px Chicago;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">so hätt‘ ich doppelten Genuss</span></p>
<p style="font:9px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">und wenn Papa mal alleine fort musste:</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Arial Narrow;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Cochin;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Dein herzig Bild erblickt mein Geist -</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Cochin;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Oh, wärest du doch mitgereist!</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Cochin;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Es konnt‘ nicht sein,</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Cochin;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">du Liebling mein!</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Cochin;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Drum bring‘ dies Kärtchen meinen Gruß,</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Cochin;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">dazu den allerschönsten Kuss!</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Cochin;min-height:14px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Arial;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">oder schlicht und ergreifend:</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Webdings;min-height:12px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Chalkboard;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Das Bild der Karte ist doch schön?</span></p>
<p style="text-align:center;font:12px Chalkboard;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Drum komm, die Stadt bald nah zu sehn!</span></p>
<div style="text-align:center;"><span style="font-family:Chalkboard, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy;font-size:small;"><span style="line-height:normal;"><br />
</span></span></div>
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	</item>
		<item>
		<title>So ein KINDLE hätte ich gern, obwohl ich ein Bücherwurm bin</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 15:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen (Buch-Rezensionen)]]></category>
		<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[elektronische Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[gedruckte Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[KIndle]]></category>
		<category><![CDATA[Lesegerät]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Auch Computerfreaks, Bücherwürmer und rundum internetfeste Senioren wissen häufig nichts Rechtes mit dem Begriff „eBook“ anzufangen. Da inzwischen jedoch schon fast alle renommierten Verlage ihre Klassiker auch als eBook anbieten (zusätzlich zur Printausgabe), sollte man sich diesen Begriff vielleicht mal näher ansehen.
 
Die meisten Fragen in Bezug auf eBooks lauten: Kann man es in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=187&subd=woertersalat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Auch Computerfreaks, Bücherwürmer und rundum internetfeste Senioren wissen häufig nichts Rechtes mit dem Begriff „eBook“ anzufangen. Da inzwischen jedoch schon fast alle renommierten Verlage ihre Klassiker auch als eBook anbieten (zusätzlich zur Printausgabe), sollte man sich diesen Begriff vielleicht mal näher ansehen.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Die meisten Fragen in Bezug auf eBooks lauten: Kann man es in die Hand nehmen, umblättern &#8211; und was hat so ein elektronisches Buch überhaupt mit einem Buch zu tun?</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Ein eBook, besser: eine eBook-Edition ist ein sogenanntes elektronisches Buch, das nicht gedruckt, sondern als Datei vorliegt.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Man bekommt eBooks über reine eBook-Verlage (z.B.aaronis-collection.com, internet-edition.com, Magic Buchverlag, xlibri.de, tolleseite.de, dibi.de) oder über alle großen und wenige kleinere Print-Verlage übers Internet als E-Mail-Anhang, auf Diskette oder auf CD-Rom. Es handelt sich im allgemeinen um pdf-Dateien, die mit dem kostenlos erhältlichen Reader von Adobe gelesen werden können. Es kommen immer mehr andere Formate dazu, damit fast jedes Lesegerät, nicht nur der PC, die Bücher erkennen kann.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Und wie kann man den Inhalt einer eBook-Edition auf seinen Computer oder ein Lesegerät laden? Ich zitiere nachstehend, was der aaronis-collection-Verlag auf seiner Homepage dazu schreibt:</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><em>„Sie können die eBook-Edition mit dem Acrobat-Reader, den Sie über unsere Homepage von der Seite von Adobe auf Ihren Computer laden können, lesen. Dazu rufen Sie auf Ihrem Computer den Acrobat Reader auf und öffnen danach die Datei Ihrer eBook-Edition. Den Bestell-Button für den Acrobat-Reader finden sie auf unserer Angebotsseite. Oft liegt der Acrobat-Reader auch auf den CD-Roms der Computer-Zeitschriften bei, so dass Sie ihn sich von dort auch installieren können.“</em></span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"><em> </em></span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Welche Vorteile hat eine eBook-Edition gegenüber herkömmlich bedruckten Büchern, fragt sich nun der Bücherwurm, der bisher den Duft des Papiers, das Gewicht des Buches, das wunderbare Gefühl beim Öffnen der ersten Seite eines nach Druckerschwärze und Farbe riechenden Buches geschätzt und genossen hat?</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Ein großer Vorteil des eBooks ist, dass man die Schriftgröße mit Hilfe des Acrobat Reader verschieden einstellen, d.h. enorm vergrößern kann. Jedenfalls weit größer, als dies z.B. bei Büchern in Großschrift möglich ist. Für ältere Menschen und Sehbehinderte ist das ein wichtiger Punkt.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Da der Computer ja in gewisser Weise ein Zauberding ist, kann man sich den Text auch vom PC vorlesen lassen. Das ist für Menschen mit extremer Sehschwäche sicher ein Segen, wenn auch die mechanische Sprache des Computers etwas gewöhnungsbedürftig ist.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Es gibt Menschen mit Arthritis oder sonstigen Einschränkungen, die ein dickes Buch nicht mehr oder nicht über längere Zeit in der Hand halten können. Diese brauchen sich nur an den Computer zu setzen und  mit einem Finger die Vor- und Zurück und die Rauf- und Runter-Taste zu betätigen oder die Vergrößerung bei &#8222;Darstellung&#8220; einzustellen. </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Ganz nebenbei stellt man dann auch noch fest, dass ein eBook erschwinglicher ist als ein Print-Buch.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Eltern werden feststellen, dass viele Kinder lieber am Computer lesen, als ein Buch in die Hand zu nehmen. Die eBook-Editionen haben den Vorteil, das sie weder Fettflecken noch Eselsohren bekommen können.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Die Eltern können das eBook für kleinere Kinder ja auch ausdrucken und es macht dann auch gar nichts aus, wenn das Kind mit Stiften darin herummalt oder sogar die Bilder ausschneidet. Das eigentliche Buch bleibt ja erhalten und kann immer wieder ausgedruckt werden.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Und wenn man das eBook doch gerne im Bücherschrank stehen haben möchte? Kein Problem, dann bestellt man es eben als eBook-Edition auf CD-Rom mit schöner DVD-Hülle mit Cover, Klappentext und Rückentitel. So steht es dann, von Kinderhänden unberührt, im Bücherschrank und unterscheidet sich kaum von einem gedruckten Buch.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Die meisten Verlage verlangen Vorkasse. Nach dem Ausfüllen der Bestellung erhält man eine Bestätigungsmail an die eigene E-Mail-Anschrift. Nach Eingang des Betrages auf dem Konto des Verlages, schickt dieser die eBook-Edition als E-Mail-Anhang (pdf-Datei) direkt auf den Computer oder als CD-Rom per Post.</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Ich finde, dass diese neue Art des Lesens viele Vorzüge hat. Das Print-Buch wird von diesem neuen Medium sicher nicht verdrängt, aber ergänzt. Viele Zeitungsverlage machen inzwischen auch schon Gebrauch von dieser Art des Lesens. Das eBook wird seinen Weg machen, je mehr Zeit die Menschen ohnehin am Computer verbringen und auch aus wirtschaftlichen Gründen. Denn ein gutes Print-Buch hat seinen Preis  &#8211; und manche gedruckten Bücher sind für den einen oder anderen schon heute fast unerschwinglich. </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Amazon hat ein eBook-Lesegerät, genannt  KINDLE, auf den Markt gebracht. Auch von SONY gibt es ein Lesegerät. Leider sind die Geräte immer noch recht teuer und auch in Deutschland oft nicht erhältlich. Das ist aber nur eine Frage der Zeit, denn der Siegeszug des eBooks ist nicht mehr aufzuhalten. Über Amazon gibt es das KINDLE inzwischen in Englisch, d.h. man kann nur englische Ausgaben von Büchern bestellen. Es soll auch bei Amazon ein großformatiges Gerät herausgebracht werden für Zeitungen und Zeitschriften. </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Man sollte sich also ruhig schon mal mit dieser neuen Art des Lesens befassen. Eines ist sicher: Man braucht dann kaum noch Bücherregale. Und das wäre doch auch ein nützlicher Aspekt (nicht für IKEA),</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">meint</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> Norella © 2009</span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:12px Times New Roman;min-height:15px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
Posted in Lesen (Buch-Rezensionen) Tagged: eBooks, elektronische Bücher, gedruckte Bücher, KIndle, Lesegerät, Online-Verlage <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/woertersalat.wordpress.com/187/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/woertersalat.wordpress.com/187/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/woertersalat.wordpress.com/187/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/woertersalat.wordpress.com/187/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/woertersalat.wordpress.com/187/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/woertersalat.wordpress.com/187/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/woertersalat.wordpress.com/187/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/woertersalat.wordpress.com/187/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/woertersalat.wordpress.com/187/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/woertersalat.wordpress.com/187/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=187&subd=woertersalat&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Was ist denn ein Mobilebook &#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 13:49:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachdenken über ...]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Man lernt nie aus, pflegte meine Mutter zu sagen. So lernt auch Oma immer noch etwas dazu, manchmal durch Zufall.
 
Durch meine Teilnahme an einem Literatur-Wettbewerb hörte ich vor Jahren zum ersten Mal von „Electronic Books“. Beim damaligen Adina-Online-Verlag wurden dann einige meiner Kurzgeschichten in Jahreskalendern veröffentlicht und außerdem wurde meine biografische Erzählung „Das Kind unter [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=182&subd=woertersalat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;">Man lernt nie aus, pflegte meine Mutter zu sagen. So lernt auch Oma immer noch etwas dazu, manchmal durch Zufall.</p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">Durch meine Teilnahme an einem Literatur-Wettbewerb hörte ich vor Jahren zum ersten Mal von „Electronic Books“. Beim damaligen Adina-Online-Verlag wurden dann einige meiner Kurzgeschichten in Jahreskalendern veröffentlicht und außerdem wurde meine biografische Erzählung „Das Kind unter dem Tisch“ als eBook herausgegeben. So lernte ich eBook-Publishing kennen. Ein Electronic Book kann man sich als pdf-Datei auf den PC herunterladen und dort speichern und lesen. Man kann das eBook aber auch auf den eBook-Reader „KINDLE“ von Amazon sowie den Reader von SONY laden und auf bequeme Weise bei sich tragen und an jedem Ort lesen, auch bei schwacher Beleuchtung. Leider sind diese Reader noch immer sehr teuer.</span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">Obwohl ich selbst ein gedrucktes Buch vorziehe, habe ich inzwischen erkannt, dass so ein Lesegerät den Vorteil hat, dass es gerade so viel wiegt wie ein dünnes Buch, dass es aber hunderte von Büchern speichern kann. Es ist also kein Problem, mit Hilfe eines eBook-Readers eine kleine Bibliothek in den Urlaub mitzunehmen. </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">Nun haben sich die Verbraucher gerade mal an die Existenz von eBooks gewöhnt und müssen feststellen, dass es längst eine noch praktischere Sache gibt, nämlich die</span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"><strong>Mobilebooks.</strong></span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">Ein Mobilebook wird per SMS aufs Handy geladen (z.B.<a href="http://www.mobilebooks.com"><span style="text-decoration:underline;">mobilebooks.com</span></a>). Herausgegeben sind diese Bücher vom Verlag Blackbetty.at, der sich auf Small-Screen-Publishing spezialisiert hat.</span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">So ein Mobilebook hat im Vergleich zum eBook den Vorteil, dass man es jederzeit und an jedem Ort direkt auf das Handy laden kann ohne den Umweg über den Computer. Es kann gespeichert und jederzeit zum Lesen abgerufen werden, auch wenn das Handy nicht online ist. Notwendig ist allerdings, dass es ein JAVA™-fähiges Gerät mit dem Standard MIDP 2.0 ist. Ich habe selbst keine Ahnung, was das ist, aber so habe ich es auf der Website von Blackbetty.at und bei Mobilebooks.com gelesen. Vermutlich ist es von Vorteil, wenn das Handy ein großes Display hat. Das erleichtert die Lesbarkeit der Texte.</span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">Ein weiterer Vorteil des Lesens auf dem Handy ist, dass man die Schrift nach Bedarf vergrößern oder den Text in Querformat umwandeln kann. Auch Lesezeichen kann man setzen und eine Beleuchtung dazuschalten. Diese Funktionen sind über „Menü“ abrufbar. Die Texte sind meist für eine Lesezeit von 10 Minuten (150 KB) vorgesehen.</span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">Ein großer Vorteil des Mobilebooks ist auch, dass die Bezahlung (1,99 &#8211; 5.00 Euro) ebenfalls per Handy erfolgt. Je nach Betreiber können noch Kosten für die Ladezeit dazukommen.</span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">Da heutzutage fast jeder ständig ein Mobiltelefon bei sich trägt, kann er sich durch Mobilebooks Wartezeiten an der Bushaltestelle oder lange Bahnfahrten durch die Lektüre von spannenden, unterhaltsamen oder nützlichen Texten versüßen. Diese Art des Lesens wird sicher keine ernsthafte Konkurrenz für die gedruckten Bücher sein, aber die Vorteile des „mobilen“ Kaufs von Lesestoff und der Verfügbarkeit zu jeder Zeit an jedem Ort liegen sozusagen auf der Hand und „in der Hand“ des Handy-Besitzers.</span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">Es gibt Verlage, die speziell diese Small Screen Ausgaben von Büchern herstellen und vertreiben. Gleichzeitig werden inzwischen von etablierten Verlagen wie z.B. Heyne bereits vorhandene Print-Ausgaben von Büchern für diese Art des Lesens bearbeitet und z.B. bei Blackbetty.at herausgegeben.</span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">So, jetzt habe ich versucht, das Loblied der mobilen Literatur zu singen und muss der Ehrlichkeit halber zugeben, dass ich selbst kein brauchbares Handy mit JAVA  und sonstigem Pipapo habe. Aber ich habe ein paar kleine Mannheim-Geschichten geschrieben, die beim Verlag Blackbetty.at als Mobilebook veröffentlicht sind (Titel: „Mannheimer Mini-Mosaik“, von Nora Zorn).</span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;">Nun wird es aber Zeit, mir ein besseres Handy zuzulegen.  </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;margin:0 0 0 42.5px;"> </p>
<p style="text-align:justify;font:12px Arial;min-height:14px;margin:0 0 0 42.5px;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
Posted in Nachdenken über ...  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/woertersalat.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/woertersalat.wordpress.com/182/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/woertersalat.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/woertersalat.wordpress.com/182/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/woertersalat.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/woertersalat.wordpress.com/182/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/woertersalat.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/woertersalat.wordpress.com/182/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/woertersalat.wordpress.com/182/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/woertersalat.wordpress.com/182/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=182&subd=woertersalat&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die schöne Frau Seidenmann, von Andrzej Szczypiorski</title>
		<link>http://woertersalat.wordpress.com/2009/06/18/die-schone-frau-seidenmann-von-andrzej-szczypiorski/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 19:04:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen (Buch-Rezensionen)]]></category>
		<category><![CDATA[Überleben]]></category>
		<category><![CDATA[Judenverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Polnische Jüdin]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Szczypiorski]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein gutes Buch kann man immer wieder lesen, auch wenn es schon 1986 in deutscher Übersetzung erschienen ist.
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Der 1924 in Warschau geborene Rundfunkjournalist, Diplomat, Schriftsteller, Politiker und Botschafter des guten Willens im Auftrag der UNICEF setzte sich bis zu seinem Tode im Jahre 2000 für die deutsch-polnische Verständigung und Versöhnung zwischen beiden Ländern ein. Leider [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=180&subd=woertersalat&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ein gutes Buch kann man immer wieder lesen, auch wenn es schon 1986 in deutscher Übersetzung erschienen ist.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p style="font:16px Times;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Der 1924 in Warschau geborene Rundfunkjournalist, Diplomat, Schriftsteller, Politiker und Botschafter des guten Willens im Auftrag der UNICEF setzte sich bis zu seinem Tode im Jahre 2000 für die deutsch-polnische Verständigung und Versöhnung zwischen beiden Ländern ein. Leider hat er die Aufnahme Polens in die Europäische Union im Mai 2004 nicht mehr erleben können. Sein wechselvolles Leben, das nicht frei von politischen und menschlichen Widersprüchen war, hat in einigen sehr lesenswerten Büchern seinen Niederschlag gefunden, ebenso in vielen Rundfunkinterviews, Zeitungsartikeln und Vorträgen. Schon in seinem Hauptwerk: „Eine Messe für die Stadt Arras“ hat er das Thema der Judenverfolgung, des Rassenwahns und die Frage der Schuld des Einzelnen und der Gesellschaft beleuchtet. Dieses Thema beschäftigte ihn vor dem Hintergrund der wechselhaften Geschichte Polens zeitlebens.</span></p>
<p style="font:16px Times;min-height:19px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:16px Times;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Mich hat besonders sein Buch &#8222;Die schöne Frau Seidenmann&#8220; sehr beeindruckt, das bereits 1986 in einer schönen gebundenen Ausgabe vom Diogenes-Verlag herausgebracht wurde. Es verhalf ihm nach seiner deutschen Übersetzung  (1988) zu internationaler Bekanntheit und Anerkennung.</span></p>
<p style="font:16px Times;min-height:19px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:16px Times;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Es ist ein Buch über eine furchtbare Zeit, geschrieben von einem, der damals in Warschau &#8222;mittendrin&#8220; war, nämlich  im KZ und mitten im Aufstand gegen die deutsche Besatzung im Jahre 1944.  Man könnte denken, daß Andrzej Szczypiorski Grund genug gehabt hätte, mit   d e n   Deutschen abzurechnen und sie pauschal an den Pranger zu stellen. Stattdessen hat er ein Buch geschrieben, das jeden einzelnen damals schuldig gewordenen Menschen hineinstellt in sein einzigartiges Lebensumfeld, seine Vergangenheit und in die sich oft nur zufällig ergebende Situation, die ihn so und nicht anders unter den besonderen Umständen handeln lässt, dass man als Leser selbst für den größten Schurken im Umkreis von Frau Seidenmann ein Mindestmaß an Verständnis hat. </span></p>
<p style="font:16px Times;min-height:19px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:16px Times;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Es sind wunderbar feinfühlige und treffende Charakterstudien, die das Buch in eine Reihe mit den Werken Dostojewskis stellen. Alle Personen haben ihre ganz eigene prägende Geschichte in diesen schweren Jahren der deutschen Besatzung und des Gettos in Warschau im Jahre 1943. Ohne sie je persönlich getroffen zu haben, sind fast alle der Protagonisten auf die eine oder andere Weise in das Schicksal der schönen Jüdin Seidenmann verwoben. Das gemeinsame Schicksal der jüdischen Herkunft verbindet sie. Frau Seidenmann, die Witwe des jüdischen Arztes Ignacy Seidenmann handelt in jeder Situation instinktiv richtig, indem sie gerade so viel tut, als für ihr eigenes Überleben wichtig ist. Um sie herum bereichern sich Polen und Deutsche am Vermögen polnischer Juden, Deutsche töten Polen und Juden mit dem Hinweis auf den Befehl des Führers, Juden verraten Juden an die Deutschen, Deutsche beschützen jüdische Mitbürger, kath. Ordensschwestern retten jüdische Kinder mit Hilfe polnischer u. deutscher Amtsträger, die dies alles mit großer Selbstverständlichkeit tun, weil es &#8222;gerecht&#8220; oder menschlich ist. Frau Irma Seidenmann, die durch ihre blonde Haarfarbe und ihre blauen Augen das Glück hat, durch das Raster der &#8222;jüdischen Merkmale&#8220; zu fallen, nimmt auf ebenso abenteuerliche wie zufällige Weise eine neue Identität an und überlebt dadurch sogar die Denunziation durch einen jüdischen Landsmann. Sie versteht das alles letztendlich sowie so nicht, da sie doch nie eine gläubige Jüdin war und sich über die jüdische Religion auch nie Gedanken gemacht hatte. Die Rettung des Werkes (über Röntgenologie) von Dr. Ignacy Seidenmann  ist ihr Lebenszweck und traumwandlerisch bringt sie sich durch Krieg und Verfolgung. Nach dem Krieg findet sie Arbeit in einem polnischen Ministerium, das im früheren Gebäude der Gestapo untergebracht ist. Dort erlebt sie 1968 einen neuerlichen antisemitischen Vorfall und wandert deshalb aus nach Paris. Dort trifft sie andere polnische Emigranten und fragt sich immer häufiger, wie das alles so gekommen ist und wie es möglich war, diese schrecklichen Zeiten zu überleben. </span></p>
<p style="font:16px Times;min-height:19px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:16px Times;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Es ist ein wunderbares, einfühlsames, historisch korrektes und doch nicht anklagendes Buch. Ein Buch das aufzeigt, wie Menschen aneinander schuldig werden können, ohne es im Einzelfall zu wollen. Eine der Aussagen ist, dass manchmal das Nichts tun rettender sein kann als das Handeln. Der Autor zeigt am Beispiel einiger Nebenschauplätze der Handlung, wie Menschlichkeit möglich sein kann auch in Zeiten von Krieg, Verblendung und Chaos. Ein unterhaltsames und lehrreiches und unglaublicherweise sogar heiteres Buch, das zwischen den Zeilen zu Vergebung und Versöhnung im Namen des friedlichen Zusammenlebens aufruft.</span></p>
<p style="font:16px Times;min-height:19px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:16px Times;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Ich halte dieses Buch für sehr lesenswert wegen seines Inhaltes, seines trotz des ernsten Themas fast heiteren Stils, der hervorragenden Übersetzung ins Deutsche und der lebensbejahenden Grundtendenz des Romans.  </span></p>
<p style="font:16px Times;min-height:19px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:16px Times;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;">Das Buch ist im Buchhandel sowie neu oder gebraucht (auch Sammlerstücke) bei Amazon erhältlich.    </span></p>
<p style="font:16px Times;min-height:19px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
<p style="font:16px Times;min-height:19px;margin:0;"><span style="letter-spacing:0;"> </span></p>
Posted in Lesen (Buch-Rezensionen) Tagged: Überleben, Judenverfolgung, Polnische Jüdin, Roman, Szczypiorski <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/woertersalat.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/woertersalat.wordpress.com/180/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/woertersalat.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/woertersalat.wordpress.com/180/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/woertersalat.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/woertersalat.wordpress.com/180/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/woertersalat.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/woertersalat.wordpress.com/180/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/woertersalat.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/woertersalat.wordpress.com/180/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=woertersalat.wordpress.com&blog=1435295&post=180&subd=woertersalat&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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