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Die kommende Weihnachtszeit erinnert mich wie jedes Jahr daran, wie viel sich seit meiner Kindheit in der Nachkriegszeit verändert hat.

Eine solche Vielfalt an Geschenkpapier, Schachteln und farbenprächtigen Kordeln und Bändern hätten wir damals auch gerne gehabt, um die kleinen Gaben einzupacken.

Geschenkpapier – der schöne Schein

Meine Mutter sammelte in der Nachkriegszeit„Staniolpapier“, das in den Schokoladenpackungen und Zigarettenschachteln war. Das war gar nicht so einfach, denn sie war Nichtraucherin. Bei uns gab es selten Schokolade und nie Zigaretten, also mussten wir mit offenen Augen durch die Straßen gehen und dort nach den glänzenden Papierchen suchen. Gesäubert und gebügelt dienten sie  dann als Geschenkpapier oder zur Not auch mal als Lametta-Ersatz. Eigens angefertigtes Geschenkpapier war damals eine schwer erhältliche und meist unerschwingliche Rarität. Heute stehen uns Papierbogen aus ganz verschiedenen Materialien zur Verfügung: Dickes Packpapier, silbern und golden besprühtes feines Papier, Gold- und Silberfolie aus Kunststoff oder sogar aus dünn ausgewalztem Metall. Kunstvoll bedruckt, mit Flock-Print versehen, glatt oder mit gestanzten oder geprägten Mustern. Besonders fein ist japanisches Reispapier und Seidenpapier.

Fernöstliche Verpackungskunst ist eine Augenweide

In fernöstlichen Ländern spielt das richtige Verpacken eine große Rolle und hat oft symbolischen Wert, der sich uns hier nicht gleich erschließt. So muss an Neujahr alles in Rot verpackt sein, denn die rote Farbe bedeutet Glück und Wohlstand. In Japan stellt die Verpackungsindustrie einfallsreiche Behälter aus verschiedenen Materialien wie z.B. Holz, Bambus, Seidenabfällen, Glas oder Metall her. Eine solche Schachtel erhält nach dem Auspacken oft eine neue Verwendung als Aufbewahrungsgefäß für Briefe, für Krimskrams oder Nähzeug. Meist sind diese Verpackungen auch robust und lange haltbar. 

Aufwertung des Inhalts

Manches nicht so wertvolle Geschenk gewinnt durch die prachtvolle äußere Hülle. Es erregt auf jeden Fall Aufmerksamkeit und erfreut den Beschenkten. Es zeigt die Mühe des Schenkenden, seine Gabe zu verschönen und nicht nur durch Verpacken zu schützen. 

Schutz und Sicherheit von Lebensmitteln und Waren

Heutzutage sind Lebensmittel-Verpackungen oder die Verpackungen von Haushaltsgegenständen sehr gut durchdacht, da sie ja die Ware gut und sicher zum Konsumenten bringen sollen. Deshalb gibt es auch viel praktisches und schützendes „Füllmaterial“ wie z.B. Styropor-Kügelchen sowie speziell geformte Styropor-Formen in allen Größen. Zerbrechliches kann darin nicht verrutschen und ist weich gebettet. Der Außenkarton aus Wellpappe bietet reichlich Platz für Werbung. Es gibt inzwischen auch Flocken aus natürlichem Material wie Mais, die als luftige und kompostierbare Streu-Masse die Leerräume zwischen den Gegenständen in Kartons auspolstern. Polyester wird zu Bäuschchen verarbeitet, die aussehen wie natürliche Baumwolle. Diese meist weißen, daunenweichen Bällchen halten empfindliche und leicht zerspringende Glasgegenstände in den Papp-Kartons während des Transportes in der richtigen stabilen Lage. 

Kunststoff – das vielfältig einsetzbare Verpackungsmaterial unserer Zeit

Kunststoff-Folien, die zu wasserdichten Gefäßen oder zu jeder Art und Form von Verpackungsmaterial verschweißt, gewalzt oder vernäht werden können, ergänzen die Vielfalt der heutigen Verpackungsmaterialien. Hinzugekommen sind in letzter Zeit Kunststoff-Folien, die Lebensmittel frisch halten und sogar durch hinzugefügte temperaturempfindliche oder in anderer Weise sensible Eigenschaften den Zustand des verpackten Inhaltes anzeigen können. So können bestimmte vom Lebensmittel ausgehende Gase eine Verfärbung des Kunststoffes bewirken, die z.B. den Verderb von Fleisch erkennbar machen. 

Verpackungsmaterial – schon früher unverzichtbar

Auch in früheren Epochen war es wichtig, Waren sicher zu verpacken, damit sie gegen Witterungseinflüsse, Druck, Beschädigung durch Fall aus größerer Höhe und auch gegen Diebstahl geschützt sind. Die Menschen waren in dieser Hinsicht schon immer kreativ und einfallsreich. Materialien wie Schilf, Pflanzenfasern, Weidenzweige, Rathan- oder Peddigrohr, Holz, Stroh und Ton wurden verwendet. So entstanden Weidenkörbe, Holzkisten, aus Stroh geflochtene Taschen, runde und eckige Gefäße, Säcke, Gefäße aus Ton, die innen mit Heu oder Stroh ausgekleidet wurden. Die Kisten und Kästen, Säcke und Körbe wurden häufig mit Hilfe von Ledergurten, Leder- oder Eisenbeschlägen zusätzlich sicherer und haltbarer gemacht. So entstanden oft kostbare Transportgefäße, die bis in die heutige Zeit gut erhalten und eine Augenweide für die Betrachter sind. 

 

Braut-Truhen –  stabile Unterbringungsorte für Wäsche und Hausrat

Die Braut-Truhen aus vergangener Zeit, die man noch heute gerne in Museen bewundert, sind ein Beispiel dafür, dass sie nicht allein für den eigentlichen Zweck, nämlich den Hausrat und die Aussteuer einer Braut zu transportieren, gefertigt wurden. Sie sollten auch im Hausstand der jungen Familie weiterhin als Aufbewahrungsort für Kleidung, Wäsche und nebenbei als Sitzgelegenheit dienen. Auch als Zeichen von Wohlstand wurden sie in vielen Fällen reich verziert, mit silbernen und vergoldeten Schlössern, Bändern sowie mit Kappen an den Ecken der Kisten oder Truhen versehen. Ein Familienwappen vervollständigte gelegentlich so ein Möbelstück, das ursprünglich nur ein Transportgegenstand war. 

 

Spezialtransporte – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

Eine ganz neue und fortschrittliche Form von Transportmitteln sind die Spezialanfertigungen aus hitzefestem Keramikmaterial, die z.B. für Transporte zu den Weltraum-Stationen dienen. Über die Eigenschaften dieser Kisten und  Kästen forschen Wissenschaftler in aller Welt, um sie noch perfekter für den Transport von hochempfindlichen wissenschaftlichen (meist medizinisch-technischen oder elektronischen) Geräten zu gestalten. 

Bananenblätter – auch heute noch unverzichtbar in manchen Ländern

So ausgereift, verfeinert und verbessert in unserer Zeit viele Transportbehälter sind, so werden in manchen Gegenden der Erde auch heute noch vollkommen natürliche im Umfeld vorhandene Gefäße und Hüllen benutzt. Sie tun auch heute noch ihren Dienst und sind vor allem billig. Die grünen Bananenblätter halten Fleisch und andere Lebensmittel frisch. Getrocknet dienen sie zum Einwickeln von so manchen Gebrauchsgegenständen. Die Kokosnuss-Schalen sind für flüssige Lebensmittel geeignet, sind Becher oder Essgeschirr.

Die gereinigten und getrockneten Innereien und Häute von Tieren dienen als Wasserbehälter und Verpackungshilfe. Im Gegensatz zu Holzkisten schonen sie den Rücken der Lasttiere von Kamel-Karawanen. So hat sich der Mensch schon immer zu helfen gewusst, lange bevor es Papier und Plastik-Tüten gab. 

Ist Kunststoff als Verpackungsmaterial unbedenklich?

Bei aller Freude über die Vielfalt der heutigen Materialien zum Verpacken, Transportieren und Schützen von Lebensmitteln, Waren und Gegenständen ist zu bedenken, dass viele der Materialien nicht gut für unsere Umwelt sind.

Die Meere sind schon jetzt von kleinen Kunststoffteilen verschmutzt, die von den Fischen als vermeintliche Nahrung aufgenommen werden. Es ist sehr bedenklich, wenn Tiere diese unverdaulichen Reste in ihrer natürlichen Umgebung vorfinden und für Nahrung halten, die ihnen leider schadet. 

 

Tragetaschen –  möglichst aus Baumwolle oder anderen natürlichen Materialiennützlich

Jeder vernünftige Mensch wird es begrüßen, dass eine Kampagne in Deutschland gestartet wurde, die zum verantwortungsvollen Umgang mit diesen praktischen Einkaufstaschen aufruft. Diese für die Werbung sehr geeigneten Plastiktüten haben den Herstellern und Verbrauchern nun schon lange Freude und Nutzen gebracht. Es wird Zeit, wieder zu den Leinenbeuteln, Weidenkörben und Jutesäcken zurückzukehren. Eine Rückkehr zum eher seltenen Gebrauch dieses modernen „Einkaufskorbes“ wäre auf jeden Fall der richtige Weg, unsere gefährdete Umwelt zu schützen. 

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Papiertragetasche mit Werbung:

 

 

 

 

 

 

Kleidung – mehr als schützende Hülle 

Nicht zuletzt ist jede Art von Kleidung ein „Verpackungsmaterial“, das uns vor Hitze und Kälte, Regen und Schnee, Wind und Sturm schützen soll. Sie ist längst von ihrem Nutzwert zu einer Freude für den Träger geworden, zu einem unerschöpflichen Thema und zur Anregung unserer Phantasie. Kreative Menschen beschäftigen sich mit der Perfektionierung von Material und Schnitt. Design ist das Zauberwort, das jahrein, jahraus einen ganzen Industriezweig auf Trab hält und vielen Menschen zu einem Job verhilft. Eine erfreuliche und sehenswerte Verpackung ist unsere Kleidung schon immer gewesen und wird es ganz sicher bleiben. In diesem Sinne ist Kleidung eine nie endende „Verpackungsgeschichte“ der Menschheit.  

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Zigarettendose,Titanic,MetallIMG_0041 Kopie  Zigarettendose aus Metall,  angefertigt zum Verkauf von Zigaretten auf der Titanic (zu sehen in einer Vitrine des Verpackungsmuseums Heidelberg, Hauptstraße 22, http://www.verpackungsmuseum.de)

Fotos: Privatarchiv  E.Zorn

 

 

(Diese Rezension habe ich schon vor längerer Zeit in einer ausführlicheren Form in meinem Blog gepostet. Ich möchte heute wieder einmal auf das lesenswerte Buch hinweisen)

Lange habe ich nach einem Buch gesucht, in dem ehemalige Gastarbeiter der ersten Generation über sich selbst und die Gründe ihrer Arbeitsaufnahme in Deutschland schreiben. Es gibt viele Fachbücher, Erhebungen, Statistiken über die sog. Gastarbeiter, die später „unsere ausländischen Mitbürger“ wurden. Wegen des Mangels an Facharbeitern waren eigens Verordnungen erlassen worden, die eine Anwerbung in den Heimatländern der Arbeiter ermöglichte. Die Firmen, die Gastarbeiter einstellen wollten, mussten sich ebenfalls einen Rahmen für dieses Prozedere erdenken, denn es kam ja nicht ein Einzelner, sondern oft ganze Gruppen von arbeitswilligen Menschen aus einer bestimmten Gegend oder einem Dorf.Wohnraum musste beschafft werden, Papiere und Genehmigungen beschafft, Anwerber in die Länder Türkei, Jugoslawien, Italien, Griechenland geschickt werden. Da das Reisegeld von den Firmen übernommen wurde, waren sie auch für die Logistik der Gruppen-Anreisen zuständig. So kam es, dass die Gemeinschaftsfahrten „Transporte“ genannt wurden, später „Gemeinschaftsreisen“ oder Gruppenreisen. Welch eine logistische Leistung dabei von den Firmen, den zuständigen Ämtern in den Heimatländern, von Kommunen in Deutschland und natürlich von den Gastarbeitern selbst erbracht wurde, davon ist in diesem Buch ebenfalls die Rede. Die Interview-Sammlung erschien bereits 2003. Ein Bestseller ist es gerade nicht geworden, was ich bedaure, denn es hätte uns schon viel früher interessieren sollen, aus welchen Gründen, unter welchen Umständen die Gerufenen kamen und wie es ihnen ergangen ist.

Der Herausgeber, selbst Nachfahre eines türkischen Gastarbeiters, hat dankenswerterweise Interviews mit der Altersgruppe seiner Eltern geführt, die damals in den 60er Jahren nach Deutschland gekommen sind, meist ohne ausreichende deutsche Sprachkenntnisse. Die Angeworbenen sind inzwischen im Rentenalter oder leben nicht mehr, es ist also an der Zeit, sich nach ihren Erlebnissen und Erfahrungen in einem fremden Land zu erkundigen, das manchmal sogar zur Heimat geworden ist. Oft blieb es aber die Fremde. Deshalb verwundert es nicht, dass die meisten Interviewpartner angeben, dass sie ihre letzte Ruhe in ihrem türkischen Heimatort finden wollen.

 

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Inhalt des Buches:

Nach dem Vorwort, in dem die oben aufgeführten Gedanken ebenfalls abgehandelt werden, ist das Buch in einzelne Interviewsgegliedert, die mit Gastarbeitern geführt wurden, die vor allem in Wolfsburg gearbeitet haben. Sie waren damals unter 40 und voller Tatendrang, hatten große Hoffnungen und Erwartungen und waren bereit, das Ihre dafür zu tun, damit der Neuanfang imkalten, fremden Land gelingt. Nun sind sie Rentner, haben mehr Zeit, um nachzudenken, über ihre Situation zu sprechen. Sie tun das gerne, denn sie hatten bisher nicht viel Interesse von Seiten der Medien über ihre Sicht der Dinge erlebt. Deshalb haben viele ausführlich, einige zögerlich geantwortet auf die Fragen des Herausgebers. Hasan Cil hat die Interviews sowohl in Türkisch, als auch in Deutsch in sein Buch aufgenommen. Das gibt dem Buch einen besonderen Reiz. Es könnte ein Anreiz sein, eine Lesung in diesen beiden Sprachen durchzuführen, mit Zuhörern, die den Inhalt der Berichte gar nicht oder nur aus dritter Hand kennen. Nun hätten sie Gelegenheit, beide Seiten der Medaille zu betrachten, jeder Zuhörer oder Leser jeweils in seiner Muttersprache.

 

 

Foto: E.Z., Archiv priv.

 

 

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Dies ist ein sehr interessanter  interessanter Jugend-Roman über die aktuellen Fragen unserer Zeit, geschrieben in der Ich-Form, was immer sehr anschaulich und verständlich ist. Die Handlung beginnt in der Gegenwart, entwickelt sich von einem Forschungsprojekt in einem Institut für Neurowissenschaften in München zu einem ScienceFiction-Szenario, da dies der Handlungsverlauf verlangt, denn es geht um Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkung auf unsere Gegenwart und Zukunft. Werden die Maschinen uns eines Tages beherrschen? Ist diese Entwicklung wahrscheinlich, wenn ja, können oder sollen wir sie aufhalten und wie? Der Roman stellt auf der einen Seite die Lust am Forschen, die  Wissbegier der Beteiligten – aber auch die Zweifel jedes Einzelnen dar. Denn niemand weiß, wie weit sich die „Denk-Maschinen“ eines Tages selbstständig machen werden oder ob sie dazu überhaupt in der Lage sind. Hoffnungsvolle Ansätze gibt es jedenfalls schon.

Darf man tun, was möglich ist, ohne Rücksicht darauf, was in ferner Zukunft mit dem Ergebnis der Forschung Gutes oder Böses entsteht? Diese Frage stellt sich Celine, eine Psychologiestudentin, die von ihrer Freundin Pandora eingeladen wird, an einem Forschunhgsprojekt teilzunehmen. Dabei spielt die Tatsache eine Rolle, dass Celine seit ihrer Kindheit „die Gabe“ hat, also zeitweise in die Zukunft sehen kann. Als Celine merkt, das man ihr nicht alle Aspekte des Forschungszieles offen dargelegt hat, fängt sie an, den Dingen selbst auf den Grund zu gehen. Das wird sehr spannend geschildert, wobei die Hellsichtigkeit der Protagonistin großer Raum eingeräumt wird.  Der Unterhaltungswert des Romans wird dank der gründlichen Recherche und Ausdruckskunst der Autorin durch diese weitgehend auch ethisch moralischen Fragen nicht beeinträchtig

Der Stil des Romans ist klar und mit vielen Dialogen ausgestattet, die das Geschehen anschaulich und lebendig machen. Das Cover des Buches zeigt einen düsteren Schattenriss einer menschlichen Person vor dem Hintergrund von blinkenden Rechnern und Festplatten von Computern. Die Person scheint mit den Maschinen zu verschmelzen. Ich finde es sehr gelungen, wenn auch etwas düster.

Es ist ein Buch für Jung und Alt, könnte Gesprächsgrundlage für Großeltern und ihre Enkel werden, was ja immer wünschenswert ist.

E.Z. ©2018

 

 

 

Diesen älteren Beitrag habe ich am 3. August 2018 aus Anlass des 90. Geburtstages des Künstlers aktualisiert:


Gestern fand ich zu meiner Freude ein Interview mit Luigi Colani in unserer Tageszeitung (Mannheimer Morgen). Er hält sich zur Zeit in Karlsruhe auf. Vielleicht hat es ihn am 2. August, an dem er Neunzig Jahre alt wurde, doch wieder ein Mal in die Heimat gezogen. Er lebt ja nach eigener Aussage inzwischen überwiegend in China.

Für mich war der Künstler in der Nachkriegszeit ein Idol meiner Jugend und ich freue mich noch heute an den wenigen Dingen, die ich damals erworben habe.

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Büro-Kaffeetasse mit Untertasse .      Foto: E.Z. privat

Wir alle sind heutzutage gewöhnt, von einer Vielfalt von Formen, Farben und Materialien umgeben zu sein. Nichts ist unmöglich, alles ist erlaubt und alles wird akzeptiert im Bereich der Künste.

Das war nach dem Krieg, als ich jung war, ganz anders. Städte waren zerstört, überall Schutt und Gerümpel, die Verkehrsmittel nur mit Mühe verkehrstüchtig, so weit der Rost und der Material-Klau es zuließ.

Es gab schöne Stoffe und gute Dinge nur auf dem Schwarzmarkt. Man fing an, aufzubauen, sich aufzurappeln wie es gerade möglich war. Mit den einfachsten Dingen fing jeder an. Ein Stuhl da, eine Lampe dort, fast alles gebraucht und selten ganz in Ordnung. Aber man wurde erfinderisch, reparierte wie die Weltmeister, machte das Leben allmählich wieder einigermaßen lebenswert.

Als die ersten Fabriken Gebrauchsartikel herstellten und die Architekten Häuser bauten, war alles relativ einfach und ohne den Hang zu Experimenten. Es musste schnell, billig und praktisch sein und den Menschen in kurzer Zeit zur Verfügung stehen.

In dieser Zeit traute sich Luigi Colani, geboren am 2.8.1928 in Berlin, unglaubliche Visionen unter die Leute zu bringen, Formen und Farben zu verwenden, die wie bunte Blüten ins Grau der Nachkriegszeit fielen.

Nach den würfeligen und eckigen Gegenständen der Nachkriegszeit hat er nach einem Studium der Aerodynamik in Paris die runden und die windschnittigen Formen entworfen und der Industrie zur Herstellung angeboten. „Ecken und Kanten zerfetzen das Auge“, soll der Künstler und Designer gesagt haben. Er hat vor nichts halt gemacht in seinem Verschönerungseifer: Autos, Motorräder, Flugzeuge, Lokomotiven, Haushaltsgegenstände – alles hat er bunt, rund und „organisch“ gemacht. Er hat dem neuen Material”Kunststoff” zu einem schöneren und brauchbareren Design verholfen, hat aber zeitweise auch mit Holz gearbeitet. Alles was er anpackte, wurde zum Kunstwerk, zu einer Augenweide, zu einem Aha-Erlebnis. Sein Design war gewöhnungsbedürftig und seiner Zeit weit voraus. Nicht jeder konnte sich mit den “verrückten” Ideen von Luigi Colani anfreunden, aber bewundert wurde er doch allgemein, wenn auch so mancher die von Colani designten Dinge nicht in die eigene Wohnung stellen oder legen wollte.

Ich habe heute noch die praktische Bürotasse, die umwerfend sinnvoll gestaltet ist, indem der Künstler einfach beobachtet hat, wie jeder Benutzer den Kaffeelöffel und das Zuckerstück normalerweise ablegt. Kurzerhand formte er die Untertasse so, dass sie einen “Ausleger” hat, der sowohl den Löffel als auch den Würfelzucker aufnimmt, ohne dass beide über den Rand abrutschen können. Ein bisschen komisch sieht das schon aus, wenn man nur die normalen Kaffeegedecke vor dem inneren Auge sieht. Aber praktisch ist das auf jeden Fall.

Colani,Einkaufstüte,signiert, aus Karlsruhe.2017-11-05 09.55.34

Tragetasche mit Autogramm, Foto:E.Z.

 Seine großzügigen, schwungvollen Textil-Muster werden heute noch gerne für Teppiche, Gardinen und Wandbehänge benutzt, seine Stapelstühle finden sich in Kongresszentren und die hübschen, weißen Kunststoffstühle sind uns schon so vertraut in Cafes und Restaurants, dass man sich kaum noch erinnert, wer sie entworfen hat. Er hat inzwischen hinter den Kulissen Bequemschuhe entworfen, Eisenbahnen in Japan, Sanitäreinrichtungen für die Fa. Grohe, Porzellanformen für bekannte deutsche Marken und sicher noch einige Dinge, die wir gerne benutzen und uns keine Gedanken machen, wer die Form gestaltet hat.

Leider war Luigi Colani nicht mit der Gabe der Bescheidenheit ausgestattet und eckte durch seine oft witzigen, provokanten und teilweise als arrogant bewerteten Aussagen an, machte sich unbeliebt oft auch bei der Presse. Er wusste um seine Begabung und seine visionären Ideen. Sein Temperament ließ es ihm vielleicht manchmal an Geduld fehlen für etwas langsamere, weniger zukunftsorientierte Zeitgenossen.

Obwohl er also menschlich gesehen etwas schwierig war, ist es doch schade, dass ihm heutzutage nicht mehr die ihm gebührende Anerkennung in der Öffentlichkeit zuteil wird.

E. Zorn © 2018—————————————————————————————————————————

News aus dem Internet über Luigi Colani:

Ein Verehrer des ColaniDesigns hat einen Teil des Werkes von Prof. Luigi Colani in einem Haus in Aarwangen in der Schweiz ausgestellt.

Unter Zeitmagazin Nr. 15/2018 4. April 2018, 16.54 Uhr, Edititiert am 26. April 2018, 4.30 Uhr,  fand ich ein Interview von Matthias Stolz mit Luigi Colani. Hier der Anfang des Interviews: „Der Berliner LuigiColani hat die Biergläser und Fahrräder der Deutschen in den siebziger und achtziger Jahren geprägt, doch in seiner Heimat ist er seit Langem umstritten: Zu größenwahnsinnig, zu ketzerisch gegenüber anderen. Nun lebt Colani in China. Und spricht bei einem Besuch in Karlsruhe über sein bewegtes Leben ….“

Link zum Schweizer Museum: https://www.art-design-vision.ch

Aktuell: http://www.morgenweb.de: „An ihm scheiden sich die Geister“, Interview  anl. d. 90. Geburtstages von Luigi Colani. 

Stoner, von John Williams

Es fällt mir schwer, das Buch „Stoner“ zu mögen, nachdem ich gerade den Roman  „Aufbruch“ von Ulla Hahn zu Ende gelesen habe. Trotzdem möchte ich das Buch empfehlen als ein Gegenbeispiel zu Ulla Hahn’s Buch einer Lebensbewältigung.

Hier wie dort geht es um einen Entwicklungsroman. William Stoner  im Roman von John Williams stammt aus einer sehr armen Farmerfamilie in Amerika, die Protagonistin Hilla im Buch von Ulla Hahn ist ein Arbeiterkind im Nachkriegsdeutschland. Beide leiden unter der „Sprachlosigkeit“ und Bildungsferne ihrer Herkunftsfamilie. Aber was für ein Unterschied in der Art und Weise, wie sie dem Mangel gegenüberstehen. Ulla Hahn lässt ihre Protagonistin innerlich und äußerlich aufbegehren. Hilla Palm, das Arme-Leute-Kind (im Buch „dat Kend von em Prolete“) erkämpft sich das Recht auf Bildung und Aufstieg. Dies ist mit emotionalen Ausbrüchen, mit schweren Krisen, Leid und Schmerz verbunden.

Anders dagegen Stoner in dem Roman von John Williams. Seltsam unbeteiligt wird hier vom Autor geschildert, wie Stoner als einziges Kind ohne jede Möglichkeit der Kommunikation mit Gleichaltrigen, neben seinen fast stummen Eltern aufwächst. Er nimmt alles hin, wie es kommt. Kein Aufbegehren. Selbst das überraschende Angebot, studieren zu dürfen, akzeptiert er ohne sichtbaren Enthusiasmus. Das ist für mich unvorstellbar.

Während des Studiums, dessen Gebühren er sich verdient durch harte Arbeit bei den Verwandten, die ihm Unterkunft gewähren, entdeckt er seine Liebe zur Literatur, zur Sprache. Endlich eine Gefühlsregung beim Lesen von Büchern.

Ich frage mich die ganze Zeit, ob es sich hier um den persönlichen Schreibstil des Autors John Williams handelt, der vielleicht sein ganzes Schreiben prägt. Diese karge Ausdrucksweise müsste dann auch in den anderen Romanen des Autors so oder ähnlich zu finden sein. Ich werde versuchen, ein anderes Buch von John Williams zu finden zum Vergleich. 

Geht es in den beiden Büchern mit sehr ähnlichem Inhalt einfach nur um die Darstellung einer männlichen und einer weiblichen Sicht der Welt? Beide Romane sind autobiographisch gefärbt, wobei Ulla Hahn ausdrücklich darauf hinweist, dass dies so ist. 

Stoner braucht jedenfalls ein halbes Leben, um seine Gefühle zu entdecken und den Mut zu haben, sie wenigstens in Ansätzen zu zeigen. Dies gelingt ihm später besonders im Umgang mit seiner kleinen Tochter. Eine Affaire während seiner Zeit als Universitätslehrer gibt ihm die Gelegenheit, die Gefühle auszuleben (im Geheimen), die er mit seiner gefühlskalten Ehefrau nicht leben kann. Er hatte sich zu seiner späteren Frau hingezogen gefühlt, obwohl sie schon vor der Ehe diese eigentümliche Starre und die heftig wechselnden Wesenszüge zeigte. Vielleicht hatte er die Hoffnung, dass sie seine eigene Gefühlsarmut verstehen und heilen würde? 

Warme Gefühle hatte er nur für sein Fach, die englische Literatur. Aber auch hier gelingt es ihm nicht, seine Studenten so zu begeistern, wie er es möchte. Der Funke springt nicht über. Als er am Ende seines Lebens Bilanz zieht, wird ihm dies deutlich bewusst.

Mir scheint es, dass es sich hier um einen Menschen handelt, der der Gefühlsarmut seiner freudlosen Kindheit niemals entfliehen konnte, obwohl er sich intellektuell  weiterentwickelte und sich später in einer anderen Gesellschaftsschicht bewegte. Im Vergleich zu seinen Eltern gab es jedoch auch einige glückliche Momente in seinem späteren Leben. Die wenigen Momente, in denen er liebte und geliebt wurde, ließen ihn trotz aller Widrigkeiten  überleben.

Dem Autor John Williams ist zu wünschen, dass er selbst nicht nur Erfolg in seinem Berufsleben hatte, sondern dass er auch im Austausch mit seinen Mitmenschen lebte, im Gegensatz zu Stoner, der mehr oder weniger „versteinert“ durch sein Dasein wandelt.  Zu seinem Bedauern muss der Protagonist das auch noch in seinen letzten Lebensstunden schmerzlich erkennen.  Dass seine  nicht gerade gefühlsstarke Frau aber dann in Treue an seiner Seite ist, mag ihm ein Trost gewesen sein.

 

Dieses Rezept habe ich im Internet gefunden und nachgebacken. Es ist mir zum Glück gelungen, so dass ich meine Lieben damit erfreuen konnte. So gut es ging, habe ich vom Arbeitsablauf Fotos gemacht mit dem Handy. Das Rezept ist glutenfrei und laktosefrei, da mit laktosefreien Zutaten hergestellt.

Zutaten:
200 g Tiefkühlspinat, fein gehackt
1 Ei
200 g Lachs, geräuchert in Scheiben
200 g Reibekäse, Gouda
200 g Frischkäse
1 Teelöffel Gerstengras-Pulver
1 Blatt Backofenfolie

 

Den Spinat in der Mikrowelle auftauen lassen und mit dem Ei verrühren, auf ein Backblech bzw. eine Backfolie streichen, den Reibekäse darauf verteilen, bei 200 Grad ca. 12 Minuten backen.
Danach sehr gut auskühlen lassen.

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Die kalt gewordene Spinatplatte mit Frischkäse bestreichen, geräuch. Lachsscheiben darauf legen.

Zu einer Rolle formen, in Alufolie wickeln und über Nacht in den Kühlschrank legen.

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Am nächsten Tag die erkaltete Rolle in Scheiben schneiden, mit Salat und

Low-Carb-Weißbrot genießen.

 

Rezept-Quelle: lovemecakes.de, bearbeitet, leicht verändert und nachgebacken

Fotos: Privat E.Z.

 

 

 

Man muss anscheinend erst einmal wieder an einem Sonntag krank werden, um sich an die natürlichen Heilmittel zu erinnern, die schon in der Kindheit geholfen haben. Wenn es im Rachen brennt und kratzt, das Atmen durch die Nase schwer fällt, ein trockener Reizhusten den Schlaf ständig unterbricht und das Ganze sich allmählich in die Bronchien hinunterzieht, dann tut schnelle Hilfe not.

Eine sogenannte banale Erkältung braucht ja keine starken chemischen Keulen, denn es geht zunächst hauptsächlich um die Linderung der Symptome, die sehr unangenehm sein können. Bettruhe mit warmen Getränken ist als erste Maßnahme dann das Beste, das man tun kann, um die Erkältung zu kurieren.

Ich hatte ein starkes Gefühl des Wundseins im Rachenraum, Schluckbeschwerden, einen Schmerz, der sich bis in die rechte Halsseite hinunterzog. Eine beginnende Angina dachte ich und kramte in meinem Gedächtnis nach Heilmitteln, die ich früher mit Erfolg dagegen genommen hatte. Sofort fiel mir die schreckliche Zwiebelmilch mit Honig ein, die meine Großmutter uns immer machte, wenn wir Husten und Halsweh hatten.

Honig ist ein altbekanntes Naturheilmittel bei Erkältungen
Leider ekelte mich schon als Kind davor, besonders wegen der gekochten Zwiebeln. Ich beschloss, nur den Honig zu benutzen, der zur Zwiebelmilch gehört, denn Honig war und ist ja in erster Linie ein Heilmittel, wie ich weiß. Da ich nicht gerne süße Dinge esse, gehört Honig normalerweise nicht zu meinen täglichen Nahrungsmitteln, auch nicht als Aufstrich zum Frühstücksbrötchen.

Honig, innerlich und äußerlich, als erste Hilfe
Ich machte mir also zunächst einen Brennessel-Tee mit Brombeerblättern und süßte ihn mit einem Teelöffel Honig. Das half mir schon recht gut, da es den Hustenreiz vorübergehend linderte. Die Halsschmerzen blieben, also machte ich mich auf die Suche nach dem Medizinalhonig, den ich für alle Fälle immer im Hause habe. Das kleine Gläschen Manuka-Honig (enthält Methylglyoxal ) für alle Fälle hat mich dann nach und nach von den Halsschmerzen, dem Rachenkatarrh und dem Schnupfen befreit. Mein Sohn schüttelte sich, als er sah, dass ich mir Manuka-Honig pur mit einem Wattestäbchen tief in die Nasenlöcher pinselte, Ich nahm vor dem Schlafengehen einen Teelöffel dieses medizinisch wirksamen antibiotischen und entzündungshemmenden Honigs aus Neuseeland in den Mund. Wenn man ihn in liegender Stellung einnimmt, läuft der sich auflösende feste Honig langsam in Hals und Rachen und hat Zeit, seine heilende Wirkung zu entfalten.

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Tagsüber trank ich weiterhin Tee mit Honig, nachts, wenn ich einen krampfartigen Husten hatte, machte ich mir warme Milch mit Honig. Das milderte den Hustenreiz und durch die entspannende Wirkung der Milch und des Honigs konnte ich auch wieder einschlafen.
Kurz und gut: Ein altes, oft vergessenes Hausmittel bewies mir seine heilende Wirkung, die ja unseren Vorfahren schon seit Urzeiten bekannt war.

Früher hauptsächlich als Heilmittel benutzt
Früher wurde Honig kaum als Nahrungsmittel benutzt, sondern fast überall als Heilmittel, denn Honig heilt von innen und außen. Er ist auf Grund seiner „Inhibine“ als antibakteriell wirkendes Wundheilmittel schon immer angewandt worden. Die Inhibine hemmen das Wachstum von Bakterien und dienen wegen dieser Eigenschaft als Zugabe zu Gurgelwässerchen und Kosmetika, als Konservierungsmittel für getrocknete Früchte und sogar zur Konservierung von Wurst und Fleisch. Wegen seiner reichlich vorhandenen Glucose, Fructose, Enzyme, Spurenelemente, Mineralstoffe, Vitamine, Hormone sowie Aminosäuren wurde Honig früher und bei Entzündungsvorgängen und als Nahrungsmittel zur Kräftigung nach schweren Krankheiten verabreicht.

Altbekanntes und oft einziges Süßungsmittel überall auf der Welt
Als Süßungsmittel war Honig schon lange vor dem Industriezucker in aller Munde, denn es gab keine Alternative. Dass Lebkuchen und anderes Gebäck auch heute noch mit Honig gebacken werden hängt damit zusammen, dass diese Rezepte aus der Zeit stammen, in der es nur Honig oder Rübensirup zum Süßen gab.

Loblied des Honigs in alten Schriften
Honig ist die erste Liebesgabe Gottes an den Menschen, so steht es schon im Koran. In der Bibel ist Ägypten das Land „wo Milch und Honig fließt“, wenn etwas als besonders erstrebenswert oder wohlschmeckend gepriesen werden sollte, wurde immer der Honig zum Vergleich herangezogen: Honigsüß, ein Gesicht wie Honigmilch, ein Getränk wie Honigseim, wer Glück hatte, war „in den Honigeimer getreten“. Unzählige solche Vergleiche gibt es in der alten und neuen Literatur.

Das ist kein Wunder, denn Bienen haben schon seit Menschengedenken Nektar von Blüten und auch Bäumen gesammelt, ihn in ihrem Honigmagen durch Zugabe von Enzymen in einem Fermentierungsprozess in Honig verwandelt und damit die Bienenlarven in den Waben gefüttert. Menschen und Tiere haben die Heilkraft und den Wohlgeschmack dieses besonderen Saftes sehr früh erkannt und für ihre Zwecke aus den Bienenstöcken entwendet. Um den Bestand der Bienenvölker zu sichern, wurde später der entwendete Honig in den Bienenstöcken durch Zuckerwasser ersetzt.

Honig, ein naturreines Nahrungsmittel
Honig ist das reinste und am meisten naturbelassene Nahrungsmittel, da die Herstellung einer sehr strengen Reinheitsverordnung unterliegt. Die schonendste Art, Honig aus den Waben zu gewinnen, ist die Methode, den Saft durch Hochstellen der Waben-Rahmen einfach in ein Gefäß ablaufen zu lassen. Der Glukosegehalt von fast 80 % erübrigt jede Art von Konservierung. Honig hat eine fast unbegrenzte Haltbarkeit, wenn die notwendigen Hygienevorschriften beachtet werden. Andere Arten, Honig zu gewinnen, sind Schleudern

Eine sehr große Sortenvielfalt steht zur Verfügung
Es gibt viele verschiedene Honigsorten, die alle ein einmaliges Aroma haben, das von der Blüte, der Temperatur, dem Herkunftsort (Wiese oder Wald) abhängen. Lavendel-Honig enthält z. B. die beruhigende Wirkung der Lavendelpflanze, Raps-Honig die gelbe Farbe der Rapsblüte, Klee-Honig enthält Wirkstoffe der Kleearten und Waldhonig schmeckt herb, aromatisch und würzig nach Holz und Harz und wird besonders bei Erkältungskrankheiten geschätzt.

Im Handel gibt es viele Arten von Mischhonigen, die als Brotaufstrich und als Süßungsmittel beim Kochen und Backen sehr zu empfehlen sind. Honig gibt vielen Gerichten, auch Fleisch und Gemüse, den letzten „Pfiff“, wenn die Menge sorgfältig auf das Gericht abgestimmt ist.

Man kann also sagen, dass Honig das meistverbreitete und gesündeste Nahrungsmittel ist, das zum Wohle der Menschheit gleichzeitig als Heilmittel von großer Wirkungsbreite dient. Zu allen Zeiten und weltweit.